02.01.2013 Drucken Empfehlen
 per eMail empfehlen


   

Zinsen

Vorerst keine Wende in Sicht

Viele Kreditnehmer freut es, Sparer raufen sich die Haare: Die Zinsen sind seit Monaten auf niedrigstem Niveau. Eine Trendwende erwarten Experten erst einmal nicht.

Anzeige


DPA

Hohe Erträge suchen Sparer bei Tagesgeld- und Festgeldkonten derzeit vergeblich. Dafür kommen viele Häuslebauer in den Genuss guter Kreditkonditionen. Ein Überblick:

Sparzinsen: "Das Sparbuch gilt gerade älteren Kunden nach wie vor als Hort der eisernen Reserve, kann bis auf wenige Ausnahmen aber nicht wirklich für die Geldanlage empfohlen werden", sagt Uwe Döhler von der Stiftung Warentest.

Tagesgeldkonten werfen derzeit ebenfalls kaum etwas ab. "Normal ist eine eins vor dem Komma und damit ein Niveau unterhalb der Inflationsrate, weshalb es zu realem Geldwertverlust kommt", erläutert Döhler. Nur wenige Banken zahlen mehr als 2 Prozent. Ansonsten sind einige Angebote auf Neukunden beschränkt und zeitlich befristet.

Festgeldanlagen über einen längeren Zeitraum bieten Zinsen oberhalb der Inflationsrate. "Bei Drei-Jahres-Festgeld sind Zinsen um die drei Prozent möglich", sagt Max Herbst von der Frankfurter FMH Finanzberatung. Bei kürzer laufenden Anlagen sehe es mau aus. Seit einem halben Jahr tendieren die Zinsen auch hier nach unten.

Dispozinsen: Ist das Girokonto im Minus, wird es mitunter richtig teuer. Spitzenzinssätze von mehr als 14 Prozent gibt es nach wie vor. Im Schnitt liegt der Zinssatz zwischen 10 und 11 Prozent. Das Dauerthema wird auch 2013 nicht an Brisanz verlieren. "Unterm Strich sind die Dispozinsen 2012 leicht gesunken, das Niveau ist aber immer noch deutlich zu hoch", erläutert Warentest-Bankexpertin Stephanie Pallasch. Verbraucherschützer fordern eine gesetzliche Deckelung. Diese ist politisch umstritten. Laut Pallasch haben die Kunden häufig erhebliche Schwierigkeiten, die Dispozinsen zu vergleichen.

Ratenkredit: Hier ist nach Einschätzung von Expertin Pallasch ein leichter Rückgang zu verzeichnen. "Allerdings legen Banken zunehmend bonitätsabhängige Konditionen zugrunde", sagt Pallasch. Finanzexperte Herbst erwartet für das kommenden Jahr ebenfalls eine leichte Tendenz nach unten.

Baukredite: Hier erwarten die Experten ebenfalls etwas sinkende Zinsen, raten aber zu aufmerksamem Vergleich.

02.01.2013 - 08:30 Uhr

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Bildergalerien und Videos

Mobil ohne Auto 2014 im Neckar-Erlebnis-Tal

Umbrisch-Provenzalischer Markt in Tübingen 2014

Tübinger Erbe-Lauf 2014

Demonstration gegen Tierversuche

Primaten, Proteste, Palmer

Die drei Lieblingsorte der Kirchentellinsfurter Bürgermeisterkandidaten: Bernd Haug

Die drei Lieblingsorte der Bürgermeisterkandidaten: Petra Kriegeskorte

TV Derendingen schlägt SV03 Tübingen 4:1 Millipay Micropayment

Ammerbucher Fliegerfest 2014

Stadtfest in Mössingen: Erst feucht, dann fröhlich

Horst Raichle, Bürgermeisterkandidat Kirchentellinsfurt

Trailer zum Poltringer Fliegerfest 2014

SV Seebronn schlägt SV Hailfingen 5:1 Millipay Micropayment

Die Dirndlknacker in Hirrlingen

Walter Tigers präsentieren das neue Team

SSC Tübingen schlägt TSG II mit 5:1 Millipay Micropayment

Toter und Totalschäden: Ein Massencrash zum Üben

Friedrichstraße feiert ihr neues Gesicht

Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Anzeige


Die Woche im Rückklick
Auf solchen Booten kommen die Flüchtlinge nach Italien. Wer diese Fahrt überlebt, braucht dringend ...

Wissen, was war

Die Woche vom 13. bis 19. September: Flüchtlinge hinters Landratsamt und weiter Debatte um Tübinger Tierversuche

Aktive Singles auf
date-click
Anzeige


Zeitzeugnisse
Anton Schäfle in Uniform. Das Bild entstand Anfang Februar 1917.

„Ich habe nämlich erbärmlich Hunger“

Der 18-jährige Musketier Anton Schäfle hat seinen Eltern seit seiner Ausbildung zum Soldaten im November 1916 bis zu seinem Fronteinsatz im Juni 1917 Briefe und Feldpostkarten geschickt. Die Wannweilerin Claudia Treutlein hat die Texte entziffert, fehlende Informationen recherchiert, alles dem TAGBLATT für die Veröffentlichung überlassen. Briefe und Karten sind ein Zeugnis des Hungers, den die Soldaten im Ersten Weltkrieg an der Front erleiden mussten. Nicht nur deshalb konnte sich Anton Schäfle für den Ersten Weltkrieg nicht begeistern; der Hof daheim war ihm viel wichtiger.

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion