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Anteil wird verkauft

Gründer von Media-Markt hört auf

Media-Markt und Saturn sind bekannt, deren Gründer weniger. Einer von ihnen verkauft seinen Anteil nun an den Mehrheitsgesellschafter Metro.

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DPA

Düsseldorf - Media-Saturn-Mitgründer Leopold Stiefel (67) verkauft seinen 3-Prozent-Anteil an dem Unternehmen an den Mehrheitsgesellschafter Metro. Das teilte sein Büro in Ingolstadt mit. Damit erhöht die Metro ihren Anteil auf 78 Prozent. Aus Unternehmenskreisen hieß es, der Kauf könne zu einem Preis von 230 Mio. EUR noch im Frühjahr abgewickelt werden. Am Kräfteverhältnis im Streit mit dem anderen Mitgründer und Minderheitsgesellschafter Erich Kellerhals ändert sich durch Stiefels Verkauf aber nichts. Mit seinen knapp 22 Prozent hat Kellerhals in der Gesellschafterversammlung nach wie vor eine Sperrminorität.

Artikelbild: Gründer von Media-Markt hört auf Media-Markt-Mitbegründer Leopold Stiefel verkauft seine Firmenanteile.

Laut der Mitteilung Stiefels laufen die Verhandlungen über die Übertragung noch. Die Option, dass Stiefel seinen Anteil jederzeit an die Metro, aber auch nur an die Metro verkaufen kann, und dass die Metro sie übernehmen muss, besteht seit dem Jahr 2002.

Stiefel will der Media-Saturn-Geschäftsführung als Berater in strategischen Fragen zur Verfügung stehen. Seine beiden Söhne sind im Management tätig.

Metro-Vorstandschef Olaf Koch würdigte Stiefels Rolle als Media-Saturn-Chef bis 2006 und als Gesellschafter. Stiefel hatte 1979 mit Walter Gunz und dem Ehepaar Kellerhals den ersten Media Markt in München eröffnet. In den nächsten Jahren kamen neun weitere Märkte hinzu. 1988 stieg die Metro als Mehrheitsgesellschafter ein, später kamen die Saturn-Märkte hinzu.

Kellerhals streitet sich mit der Metro vor Gericht. Die Metro hatte 2011 einen Beirat gegründet, in dem mit einfacher Mehrheit entschieden wird. Im August 2012 hatte das Oberlandesgericht München zwar entschieden, dass die Gründung des Beirats rechtmäßig war, Kellerhals legte aber Rechtsmittel dagegen ein. Er wirft der Metro vor, ihn enteignen zu wollen, indem der Konzern seine Mitspracherechte aushöhle.

29.01.2013 - 08:30 Uhr

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