Der Frost sorgt für eine angespannte Gasversorgung im Südwesten. Die privaten Haushalte sind davon aber nicht betroffen, versichert die GVS.
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DPA
Stuttgart/Essen/Hamburg Weniger Gas aus Russland sorgt derzeit für eine angespannte Situation bei der Energieversorgung im Südwesten. Allerdings sei die Lage "stabil" und habe sich sogar ein wenig entspannt, sagte gestern Marc Pudlatz von der GVS Netz in Stuttgart. Die Nachfrage sei angesichts anhaltender Minusgrade aber insgesamt drastisch gestiegen; gleichzeitig komme weniger Gas aus Russland etwa am Importpunkt Waidhaus in Bayern an. Zahlen konnte Pudlatz nicht nennen.
In Deutschland gibt es etwa zehn Importpunkte, an denen das Gas aus Russland anlandet. "Momentan ist das also ein regionales Problem, speziell im Südwesten", sagte Pudlatz. Warum Russland gerade an den südlichen Importpunkten gedrosselt habe, "darüber haben wir keine Informationen", sagte der GVS Netz-Sprecher weiter.
Der Gastransporteur habe seine Kunden über die Lage informiert und sie zum Sparen aufgefordert. "Wir können unsere Verträge zwar weiter erfüllen, die darin festgelegte Toleranz von 5 Prozent aber nicht mehr gewährleisten", sagte Pudlatz. Dafür sei momentan zu wenig Gas verfügbar. Privatverbraucher seien aber gesetzlich geschützt und daher von Gasengpässen nicht betroffen. "Sparen müssen zuerst die Großversorger."
Nach Angaben des wichtigsten deutschen Erdgasimporteurs, Eon Ruhrgas, gibt es in der Gasversorgung deutscher Haushalte und Unternehmen derzeit keine Lieferengpässe. "Wir können alle unsere vertraglichen Verpflichtungen erfüllen", sagte der Vertriebschef für Deutschland, Stefan Vogg, in Essen. Die Speicher seien zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich gut gefüllt. "Die Liefersituation ist entspannt", sagte er - obwohl die russische Gazprom wegen der extremen Kälte in den letzten Tagen weniger Gas nach Europa exportiert hatte.
Die Kältewelle in Europa hat unterdessen den Heizölpreis auf den höchsten Stand seit dem Sommer 2008 getrieben. Für 100 Liter Heizöl müssen die Verbraucher 92,80 EUR bezahlen (bei Abnahme von 3000 Litern).