Der Deutsche Gründerpreis 2011 in der Kategorie "Start-Up" wurde am Dienstag in Berlin an die Cegat GmbH aus Tübingen verliehen. Mit Unternehmensgründerin Saskia Biskup erhält erstmals eine Frau den Preis in der Kategorie Start-Up.
Anzeige
tol
Dirk und Saskia Biskup von der Tübinger Cegat GmbH.Metz
Tübingen/Berlin. Die Jury des zum zehnten Mal vergebenen Deutschen Gründerpreises ehrt die Cegat GmbH in der Kategorie Start-Up. Die Tübinger Cegat untersucht die genetische Ursache von Krankheiten, um Verdachtsdiagnosen des Arztes zu sichern, individuelle Therapien entwickeln zu können und bei Angehörigen des Betroffenen präventiv tätig sein zu können.
Mit Unternehmensgründerin Saskia Biskup erhält erstmals eine Frau den Preis in der Kategorie Start-Up. Die von ihr gegründete Firma wurde laut Jury ausgewählt, „weil es mit Forschergeist, Durchhaltevermögen und großem persönlichen Engagement gelungen ist, eine Unterstützung für Ärzte im hochkomplexen Feld der Humangenetik zu entwickeln, die durch ihre Qualität ein echtes Alleinstellungsmerkmal hat. Das Unternehmen bündelt das Know-how von Medizinern, Naturwissenschaftlern und Bioinformatikern und erreicht so eine neue Qualität in der Analyse von Genomen: die Dauer einer umfassenden Genuntersuchung konnte von bis zu 2 Jahren auf 4 Wochen zu reduziert werden und zusätzlich entwickelte Diagnostik-Panels erlauben es, sämtliche für eine Krankheit in Betracht kommenden Gene gleichzeitig aufzuschlüsseln. Damit leistet Cegat einen Beitrag zur Verbesserung der Therapien von Krankheitsbildern."
Zu den drei Finalisten in der Kategorie StartUp gehörten außerdem die Terratransfer GmbH aus Bochum und die Webo Werkzeugbau Oberschwaben GmbH aus Amtzell (Baden-Württemberg). Terratransfer hat vollautomatische Messnetze entwickelt, die es ermöglichen, schnell und unkompliziert Umweltdaten wie Wasserstände zu messen und auszuwerten. Webo entwickelt neuartige Umformwerkzeuge für die Fertigung von komplizierten Bauteilen im Getriebebereich.