per eMail empfehlen


   

Rimpo verkleinert sich

Nach 35 Jahren Umzug in die Ammergasse

„Beim Rimpo“ sagen viele, wenn sie diese eine Ecke in der Stadt meinen. „Beim Rimpo“ wird sie aber schon im Februar nicht mehr heißen. Dann ist der Tonträger-Laden nämlich an den Haagtor-Platz umgezogen.

Anzeige


Ulla Steuernagel

Tübingen. Inhaber Klaus Reihle fiel der Entschluss nicht leicht. Seit 35 Jahren besetzt sein Geschäft die Ecke Marktgasse, Kornhausstraße. Zeitweilig hatte Rimpo Klassik-Platten und CD sogar in den Eckladen gegenüber ausgelagert. Doch die Zeiten sind nicht mehr so gut für den Musikhandel. „Die Kinder wissen nicht, dass man Musik auch kaufen kann“, sagt Reihe sarkastisch, „und die Älteren bestellen bei Amazon.“ Und außerdem lasse die Kundenfrequenz in der Altstadt werktags dramatisch nach, so beklagt der Händler. Selbst in einer so guten Einkaufslage wie Rimpo sie hat, fühle man sich wie an der städtischen Peripherie, sagte Klaus Reihle, als er vor fünf Monaten Wochengast in der TAGBLATT-Redaktion war.

Laden und Büro in Zukunft getrennt

Grund für ihn, seinen Laden von stolzen 200 Quadratmetern auf 70 Quadratmeter in der Ammergasse 23 zu verkleinern. Auch die zwei Ladenetagen am alten Standort kosten zu viel Personal für ihn. Der neue Laden, das ehemalige Bad-Geschäft, ist zwar ein wenig abgelegener, aber dafür in der Miete günstiger. Sein bisheriger Vermieter sei ihm schon mehrfach entgegen gekommen, aber auch das ändere nicht viel an der Tatsache, dass ein Schnitt für Rimpo nötig wurde.

Eine Ecke mit Musik, hier 2005 mit der Gruppe Just like Jazz, aber nach Weihnachten trägt ... Eine Ecke mit Musik, hier 2005 mit der Gruppe Just like Jazz, aber nach Weihnachten trägt Rimpo-Chef Klaus Reihle seine Tonträger in die Ammergasse 23. Archivbild: Mozer

Reihle kann in der Ammergasse zudem Büro- und Lagerräume anmieten. Von dort aus wird er den Online-Musikverkauf und den Ticketverkauf für Live-Konzerte regeln, die für Bands immer lebenswichtiger werden. Auch das Merchandising (den Verkauf von Werbeartikeln), das Reihle für sein ökonomisches Überleben braucht, wird von dort gemacht. In den alten „Rimpo“ zieht derweil das Sportgeschäft „Biwakschachtel“ ein.

20.11.2012 - 08:00 Uhr | geändert: 20.11.2012 - 08:23 Uhr

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Bildergalerien und Videos

Die drei Lieblingsorte der Kirchentellinsfurter Bürgermeisterkandidaten: Bernd Haug

Die drei Lieblingsorte der Bürgermeisterkandidaten: Petra Kriegeskorte

TV Derendingen schlägt SV03 Tübingen 4:1 Millipay Micropayment

Ammerbucher Fliegerfest 2014

Stadtfest in Mössingen: Erst feucht, dann fröhlich

Horst Raichle, Bürgermeisterkandidat Kirchentellinsfurt

Trailer zum Poltringer Fliegerfest 2014

SV Seebronn schlägt SV Hailfingen 5:1 Millipay Micropayment

Die Dirndlknacker in Hirrlingen

Walter Tigers präsentieren das neue Team

SSC Tübingen schlägt TSG II mit 5:1 Millipay Micropayment

Toter und Totalschäden: Ein Massencrash zum Üben

Friedrichstraße feiert ihr neues Gesicht

Rallye von Rottenburg in den Orient

Die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Kirchentellinsfurt | Christine Falkenberg

Adebar ist wieder da: Störche sammeln sich im Kreis

Kreisliga A: Altingen schlägt Lustnau 3:2 Millipay Micropayment

Beachparty in Oberndorf: Bei 15 Grad in den Heuballen-Pool

Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Anzeige


Die Woche im Rückklick
Ein Versuchsaffe hat sich den Schädel blutig gekratzt.Bild: Soko Tierschutz/BUAV

Wissen, was war

Die Woche vom 6. bis 12. September: Betreuerin stürzt am Lichtenstein in den Tod, Mann vergeht sich an Stute, Kritik an Affenversuchen

Aktive Singles auf
date-click
Anzeige


Zeitzeugnisse
Anton Schäfle in Uniform. Das Bild entstand Anfang Februar 1917.

„Ich habe nämlich erbärmlich Hunger“

Der 18-jährige Musketier Anton Schäfle hat seinen Eltern seit seiner Ausbildung zum Soldaten im November 1916 bis zu seinem Fronteinsatz im Juni 1917 Briefe und Feldpostkarten geschickt. Die Wannweilerin Claudia Treutlein hat die Texte entziffert, fehlende Informationen recherchiert, alles dem TAGBLATT für die Veröffentlichung überlassen. Briefe und Karten sind ein Zeugnis des Hungers, den die Soldaten im Ersten Weltkrieg an der Front erleiden mussten. Nicht nur deshalb konnte sich Anton Schäfle für den Ersten Weltkrieg nicht begeistern; der Hof daheim war ihm viel wichtiger.

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion