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Neue Computer oft zugemüllt

Ungewollt bis unnütz - Software auf Neugeräten

Käufer von Computern mit Windows-Betriebssystem kennen das: PCs oder Laptops sind nach dem Kauf regelrecht zugemüllt mit Programmen - die man gar nicht will. Experten empfehlen das Löschen.

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SWP

Käufer von Windows-Rechnern sollten nach dem Kauf die vorinstallierte Software kritisch prüfen: Die meisten dieser Programme sind unnütz oder verzichtbar. Diese Warnung spricht die Computerzeitschrift "c"t" aus. Abgesehen vom Betriebssystem installierten Hardwarehersteller Programme oft nur, weil sie von den Softwareherstellern Geld für die so genannten Preloads erhielten. Darüber hinaus sollten Käufer nach unerwünschten Toolbars und Plug-ins im Browser Ausschau halten und diese entfernen.

Artikelbild: Ungewollt bis unnütz - Software auf Neugeräten Viele Programme auf neu gekauften Computern lassen sich nur testen und kosten anschließend Geld. Foto: dpa

Beim Erststart werden dem Nutzer oft auch überteuerte Lizenzen für vorinstallierte Virenscanner angedient. Selbst wenn Anwender diese ablehnen, bleiben die Programme zum Teil installiert und drängen nach einer gewissen Zeit wieder zum Kauf einer Lizenz.

Nutzer sollten sich aber nicht von Warnungen, dass der Rechner ohne diesen Scanner nicht geschützt sei, einschüchtern lassen, raten die Experten. Wer das jeweilige Programm ablehnt und deinstalliert, kann anschließend einen kostenlosen Virenschutz installieren oder eine Lizenz für einen Scanner seiner Wahl zu einem angemessenen Preis im Online-Handel kaufen.

Bei einem neu gekauften Test-Notebook wären im günstigsten Fall 120 Euro fällig gewesen, wenn Lizenzen für alle vorinstallierten Programmen gekauft worden wären.

Sinnvoll seien höchstens kostenlose Programme wie eine Backup-Software, ein Assistent zum Anfertigen von Wiederherstellungsmedien oder ein Tool, das den genauen Gerätetyp und die Seriennummer anzeigen können, empfiehlt die Zeitschrift. Die meisten anderen kostenlosen Verwaltungsprogramme (Utilitys) raubten mehr Performance, als dass sie Nutzen brächten.

Um nervende Programme loszuwerden, reicht laut ct eine einfache Deinstallation. Gleich das ganze System neu aufzusetzen, sei nicht empfehlenswert. Zum einen raube es zu viel Zeit. Zum anderen finde der Nutzer unter Umständen wichtige Zusatztreiber für Chipsatz und Festplatte nicht, die das System beschleunigen. Stattdessen installieren Anwender in den unübersichtlichen Download-Bereichen der Hersteller womöglich unnötige Treiber und Hilfsprogramme, die das System am Ende wieder bremsen.

22.12.2012 - 08:30 Uhr

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