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Eine gute Haltung ist wichtig

Tipps gegen Mausarm und Handy-Nacken

Der Rücken schmerzt, die Augen brennen, und der Nacken lässt sich kaum noch bewegen: Viele Nutzer von Computer oder Smartphone kennen diese Leiden. Kleine Tricks schaffen Abhilfe.

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JAN UNGRUHE, DPA

Die Arbeit am Computer ist auf den ersten Blick weniger schwer als auf der Baustelle. Doch langes Sitzen und dauerhaftes Starren auf den Bildschirm bedeuten für Rücken und Augen Schwerstarbeit. Und zwar nicht nur am PC, sondern auch an Smartphone und Notebook. "Viele Menschen blicken bei der Nutzung ihres Smartphones tief nach unten und dies führt zu einer Überdehnung der Halsmuskeln", sagt Wolfgang Panter, Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, und spricht vom "Handy-Nacken".

Artikelbild: Tipps gegen Mausarm und Handy-Nacken Tja, das kommt vom ewigen Rumspielen am Handy: Der Nacken schmerzt. Deshalb sollte das Gerät auch mal höher gehalten werden. Foto: dpa

Vermeiden lassen sich die Nacken- und Rückenbeschwerden praktisch nur dann, wenn die eine oder andere E-Mail erst später gelesen wird, unter besseren Bedingungen. "Jeder sollte für sich überlegen, ob man für längere Geschichten nicht lieber den PC nutzt. Der ist für diese Dinge sicherlich wesentlich besser geeignet", erklärt Panter. Muss es unbedingt das Handy sein, sollte der Nutzer das Gerät in verschiedenen Positionen und auch mal hoch vor das Gesicht halten. Dadurch bleibt der Hals aufrechter.

Doch auch ein Desktop-PC sorgt nicht automatisch für weniger Beschwerden. Um von Rückenschmerzen verschont zu bleiben, legen Nutzer am besten Wert auf eine ergonomische Sitzhaltung. "Die Tischhöhe sollte Ellenbogenhöhe haben, das heißt, die Unterarme sollten locker auf dem Tisch aufliegen", empfiehlt Ulrike Steinecke, Vorsitzende vom Verband für Physiotherapie (ZVK).

Falls der Arbeitsplatz von mehreren Personen genutzt wird, muss neben dem Tisch auch der Computermonitor höhenverstellbar sein. So lässt er sich leichter an unterschiedliche Körpergrößen anpassen.

Leider hat aber längst nicht jedes Modell eine entsprechende Vorrichtung. Vor allem All-in-One-PCs, bei denen der gesamte Rechner hinter dem Display steckt, sind meist sehr unflexibel.

Generell gilt: Je mehr Möglichkeiten ein Monitor zum Kippen und Drehen mitbringt, desto besser. Von intensiver Arbeit mit Notebooks rät Sascha Wischniewski von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) deshalb ab - wenn überhaupt, dann mit einem matten Display, das die Augen weniger anstrengt als ein spiegelndes. "Durch die fixe Verbindung zwischen Monitor und Tastatur sind Notebooks aber grundsätzlich nicht für einen dauerhaften Einsatz geeignet", sagt der Ergonomie-Experte.

Für ältere Menschen kann ein Notebook aber sogar besser sein, sagt Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte: "Diese tragen oft eine Gleitsichtbrille und eine gute Sehschärfe im Nahbereich wird nur dann erzielt, wenn durch den unteren Teil der Brille geschaut wird." Bei einem Notebook muss der Nutzer ohnehin eher nach unten schauen, das sei deshalb deutlich leichter und ergonomischer.

Ähnlich viel Flexibilität wie Tisch und Monitor braucht der Stuhl, sagt Physiotherapeutin Steinecke: "Bei diesem sollten sich die Höhe, die Sitzneigung, die Rückenlehne und wenn möglich auch die Armlehne verstellen lassen." Die richtige Position ist erreicht, wenn die Füße fest auf dem Boden stehen und sich die Knie etwas unterhalb der Hüfte befinden, so dass die Oberschenkel leicht nach vorne abfallen.

Mit einer ergonomischen Sitzhaltung ist es jedoch nicht getan. "Wichtig ist das Gesamtsystem", sagt Sascha Wischniewski. Und dazu gehört auch ausreichend Bewegung - im Idealfall lässt sich der Tisch so weit verstellen, dass sein Besitzer zwischendurch im Stehen arbeiten kann.

22.12.2012 - 08:30 Uhr

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