24.12.2012 Drucken Empfehlen
 per eMail empfehlen


   

Wilhelma in Blütenpracht

Weihnachtssterne und Flieder blühen

Stille Weihnachtsstimmung in der Wilhelma: Im Wintergarten blühen derzeit der weiße Flieder und zahllose rote und weiße Weihnachtssterne.

Anzeige


SWP

Stuttgart Wer vom Weihnachtsrummel genug hatte, der fand in den letzten Wochen in der Wilhelma ein ruhiges Plätzchen. Vor allem im Wintergarten: Diesen schmücken derzeit neben exotischen Palmen auch zahllose rote und weiße Weihnachtssterne sowie, sehr ungewöhnlich für diese Jahreszeit, blühender weißer Flieder. In den vergangenen Wochen nutzten viele Besucher die zahlreichen Adventsangebote - vom Geschichten erzählenden Weihnachtsmann im Wilhelma-Restaurant über das Info-Mobil rund um Weihnachtsgewürze im Maurischen Landhaus bis hin zur Tombola im Menschenaffenhaus.

Normalerweise blüht der Flieder hierzulande erst ab Mitte April. Doch mithilfe eines kleinen Kunstgriffs der Gärtner öffnet er in der Wilhelma alle Jahre wieder schon zur Weihnachtszeit seine weiße Blütenpracht. Der Trick: Der Weiße Flieder benötigt - wie viele andere Gehölze auch - eine bestimmte "Kältesumme" aus Kältegrad und -dauer, damit der Austrieb angeregt wird. Da diese ein normaler mitteleuropäischer Herbst nicht bieten kann, wird der Flieder Ende Oktober einer rund vierwöchigen leichten Frostkur im Kühlhaus unterzogen. Direkt danach braucht die Pflanze dann das genaue Gegenteil, um vollends in Blühstimmung zu kommen: Deshalb darf der Flieder anschließend mehrere Wochen lang mollige 26 Grad in einem Anzuchthaus genießen. Seine weihnachtliche Blüte macht ihn dann zur echten Rarität - selbst der gehobene Fachhandel kann weißen blühenden Flieder um diese Jahreszeit nur selten liefern.

Von den Weihnachtssternen dagegen, die gemeinsam mit dem Weißen Flieder derzeit den Wintergarten zieren, werden jedes Jahr viele Millionen verkauft - allein in Deutschland rund 35 Millionen. Dabei erleben wir bei den hiesigen Exemplaren im Topfpflanzen-Format nur einen Bruchteil der wahren Größe und Schönheit des Weihnachtssterns: In ihrer Heimat Mittel- und Südamerika wachsen die "Flores de Noche Buena" - die "Blumen der Heiligen Nacht", wie sie in Mexiko heißen - nämlich zu imposanten, bis zu vier Meter hohen Sträuchern heran, ebenso wie mittlerweile in Afrika, Asien oder Australien, wo sie sich nach ihrer Einführung von selbst ausbreiteten.

Die schönen dunkelroten Blätter sind übrigens keine Blüten, sondern sogenannte Hochblätter, zwischen denen die echten, unscheinbaren grün-gelben Blüten sitzen. Aber auch die Hochblätter erfüllen ihre Aufgabe, Bestäuber anzulocken, sehr erfolgreich. Der Naturforscher Alexander von Humboldt brachte den Weihnachtsstern 1804 erstmals nach Europa, doch erst Joel Poinsett, der erste US-Botschafter in Mexiko, macht ihn weltweit bekannt, als er ihn ab 1828 begeistert an botanische Gärten verteilte. Ihm zu Ehren trägt der Weihnachtsstern bis heute den wohlklingenden Zweitnamen "Poinsettia".

24.12.2012 - 08:30 Uhr

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Anzeige


Bildergalerien und Videos

Basketball: Alba schlägt Tigers mit 90:68

Gasexplosion in der Dußlinger Merianrealschule

Freihandelsabkommen ja oder nein?

Turner-Weihnachtszirkus der Spvgg Mössingen

Tübinger Weihnachtsmarkt 2014

Montagsdemo: 500 Mal gegen Hartz IV

Das Ammertal - Refugium für seltene Tiere

SSC Tübingen schlägt Altingen 3:2

2670 Starter beim Tübinger Nikolauslauf

TVR fordert Serienmeister vom Bodensee

Die Chocolart lockt Schokofans nach Tübingen

Die Bambam-Band lädt zum Nikolaus-Benefiz-Konzert

Sepp Buchegger: Advent Advent 2014

Talheim unterliegt Frommenhausen 0:3 Millipay Micropayment

Basketball: Tübingen unterliegt Göttingen

BFA-Gelände: Eine Forschungsanstalt im Dornröschenschlaf

Die erste Saison-Niederlage des TVR in Bildern

Fußball-Kreisliga A3: SV Oberndorf - SGM Poltringen/Pfäffingen 2:0 Millipay Micropayment

Anzeige


Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Die Woche im Rückklick
Vor zehn Jahren war der Holzmarkt noch voll: Zur ersten Montagsdemo in Tübingen kamen am 16. August ...

Wissen, was war

Die Woche vom 5. bis 12. Dezember zwischen Chocolart und Weihnachtsmarkt: Nikolauslauf, 500. Montagsdemo und gestoppte Abschiebung

Aktive Singles auf
date-click
Anzeige


Das TAGBLATT-Zeitungsarchiv
Artikelbild: Das Redaktionsarchiv des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTS

Sie suchen? Wir finden.

Wer kennt das nicht: Ausgerechnet den Artikel zum Thema, das einen gerade beschäftigt, hat man verpasst. Oder man braucht dringend einen Überblick über eine regionale Fragestellung. Das TAGBLATT-Archiv hilft weiter.

Ihr Kontakt zur Redaktion
Schwäbisches Tagblatt 

07071/934-0

Tagblatt Online
07071/934-0
Steinlach Bote 07473/9507-0
Rottenburger Post 07472/1606-16
Reutlinger Blatt 07121/3259-50
Neckar Chronik Horb 07451/9009-30
Tagblatt Anzeiger 07071/934-0