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Optimismus im Gastgewerbe

Verband blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

Das Hotel- und Gaststättengewerbe freut sich über gestiegene Übernachtungszahlen im Jahr 2011 - und blickt optimistisch in die Zukunft. Ein Grund dafür ist, dass Stuttgart 2012 viele Messen ausrichtet.

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JAN-PHILIPP SCHÜTZE

Stuttgart "Wir haben Anlass zur Zuversicht", so Markus Hofherr, der Vorsitzende des Stuttgarter Kreisverbands des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) beim gestrigen Neujahrsempfang im Dormero-Hotel. In Baden-Württemberg konnte das Hotel- und Gaststättengewerbe im zurückliegenden Jahr ein Umsatzwachstum von rund drei Prozent verbuchen. Auch in Stuttgart sei die Branche ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, so Hofherr.

In rund 2000 Betrieben mit mehr als 8800 Beschäftigten wurde ein Jahresumsatz von über 800 Millionen Euro erwirtschaftet. Erfreulich entwickelt hätten sich 2011 die Hotel-Übernachtungszahlen. "Sie sind im Stadtkreis Stuttgart in den ersten elf Monaten des abgelaufenen Jahres um zirka sechs Prozent gestiegen", sagte Hofherr. Die Bettenauslastung habe im gleichen Zeitraum bei 46 Prozent und damit um zwei Prozentpunkte über dem Vorjahreswert gelegen. Als erfreulich bewertet Hofherr zudem, dass alle vom Guide Michelin ausgezeichneten Gastronomiebetriebe in Stuttgart ihren Stern im Jahr 2011 verteidigen konnten.

Obwohl sich das eigene Wirtschaftswachstum aller Voraussicht nach abschwächen werde, habe man in Stuttgart Anlass zur Zuversicht. "2012 wird ein starkes Messejahr, von dem hoffentlich auch die Betriebe in der Stuttgarter Innenstadt und nicht nur die auf den Fildern profitieren werden", sagte Hofherr. Darüber hinaus müsse es das Ziel sein, die Stadt als Standort für Tagungen und Kongresse noch attraktiver zu machen. Fortsetzen werde man deshalb die erfolgreichen Initiativen in Kooperation mit der Stuttgart Marketing GmbH. Dazu gehöre die kostenlose VVS-Nutzung für alle Hotelbucher, die über das Internetportal von Stuttgart Marketing buchen, ebenso, wie das "Regionale Wochenende" mit 700 zusätzlichen Übernachtungen im September 2011. Für Hofherr "ein starker, sicher aber noch ausbaufähiger Auftakt".

Überlegungen gibt es zudem, das Thema der E-Mobilität zu einer touristischen Attraktion für Stuttgart zu machen. "Ich könnte mir schicke E-Smarts als Service für unsere Hotelgäste hervorragend vorstellen." Ebenfalls eine Idee, die es sich lohne weiterzuverfolgen, sei es, die durch Stuttgart 21 frei werdende Halle des Stuttgarter Hauptbahnhofs eines Tages als Tagungs- und Kongresszentrum oder als Veranstaltungsraum zu nutzen. "Zusammen mit einer von Oberbürgermeister Schuster ins Spiel gebrachten Philharmonie im jetzigen Gleisvorfeld würde eine attraktive Symbiose entstehen", sagte Hofherr. Denn Tatsache sei, dass es für Tagungen, Kongresse und Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern in Stuttgart an geeigneten Räumen fehle.

Eine klare Absage erteilte Hofherr den Plänen für eine so genannte "Hygiene-Ampel" in Gastronomiebetrieben. "Wir Gastronomen sollen als erste und zunächst einzige mit Ampelbewertungen an den Pranger gestellt werden - das ist diskriminierend." Dass die Veranstalter von Vereins-, Feuerwehr- und sonstigen Feste, bei denen Laien und Hobbyköche Speisen für viele Tausend Menschen zubereiten, von all dem verschont bleiben sollen, sei "völlig inakzeptabel". Zudem würde es an den nötigen Kapazitäten für Nachprüfungen fehlen. "Unser Verband wir das so nicht hinnehmen."

07.02.2012 - 08:30 Uhr

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