TV-Koch Ralf Zacherl dreht mit der "Soko Stuttgart"
Die Liste der prominenten Darsteller in der ZDF-Serie "Soko Stuttgart" reißt nicht ab. Nach Boxerin Regina Hallmich und Ex-VfB-Profi Hansi Müller gab sich jetzt auch der bekannte TV-Koch Ralf Zacherl die Ehre.
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JAN-PHILIPP SCHÜTZE
Bei der Soko Stuttgart hat sichs "Ausgekocht" (v.l.): Kommissarin Anna Badosi (Nina Gnädig), Sous-Chef Sven Marquardt (Christian Oliver), TV-Koch Ralf Zacherl und Kommissar Jo Stoll (Peter Ketnath). Foto: Jan-Philipp Schütze
Stuttgart Gestern Mittag beim Dreh an der Cannstatter Hallstraße. Das Team der Krimiserie "Soko Stuttgart" hat den Veranstaltungsraum der Leithaus Filmproduktion fest im Griff. Eine Küchenanrichte ist mit Scheinwerfern ausgeleuchtet, die Kameras laufen, der Regisseur gibt letzte Anweisungen - Klappe und Action. Hinterm Herd und mittendrin TV-Koch Ralf Zacherl, sofort zu erkennen an seinen prägnanten Markenzeichen: Kinnbart und Bandana.
Gedreht wird die 64. Folge "Ausgekocht". Das Opfer ist diesmal Promi-Koch Roland Dieringer aus dem fiktiven Stuttgarter Sterne-Restaurant "Zum goldenen Lamm" (im Original die "Alte Sonne" in Ludwigsburg), der erschlagen in seiner Küche aufgefunden wird - just bevor er zusammen mit Ralf Zacherl gemeinsam für die fiktive TV-Show "Kochen mit Gästen" vor der Kamera stehen soll. Kurzerhand springt sein Sous-Chef Sven Marquardt ein, gespielt von Christian Oliver, der auch schon im Hollywood-Streifen "Operation Walküre" zu sehen war.
Mitten in die Dreharbeiten platzen Kriminalhauptkommissar Jo Stoll (Peter Ketnath) und Kriminalkommissarin Anna Badosi (Nina Gnädig), die Marquardt als Tatverdächtigen aufs Revier mitnehmen. "Was? Ausgerechnet jetzt?", ist Zacherl empört. Der 40-Jährige hat sichtlich Spaß daran, sich selbst zu spielen. Da fühlt er sich wohl, schließlich ist die Schauspielerei für Zacherl schon "komisch" genug. Vor der Kamera zu stehen, das sei er zwar nach den ganzen Jahren als TV-Koch gewöhnt, "normal ziehe ich aber einfach mein Ding durch", sagt er und grinst.
Nun müsse er sich nach den Anweisungen des Teams richten, das ihm beispielsweise diktiert, wie er seine Hand zu Beginn der Szene halten muss. "Man bekommt ganz großen Respekt vor der Schauspielerei, man muss super konzentriert sein und es darf trotzdem nicht gekünstelt rüberkommen." Also keine Ambitionen auf die Rolle des Täters oder gar des Opfers? Zacherl lacht. "Bloß nicht. Das Drehbuch lag eine Weile ungelesen bei mir zu Hause herum und meine Freunde meinten schon, ich müsste womöglich die entblößte Leiche nach einem perversen Ritualmord spielen."
Zwei Stunden dauert es, bis die etwa 30-sekündige Szene im Kasten ist. Eine Herausforderung ist dieser Dreh auch für diejenigen, die normalerweise nur hinter der Kamera ihre Arbeit verrichten. Um die in der Folge zu sehende TV-Aufzeichnung möglichst realistisch wiederzugeben, spielen sich Regisseur Didi Danquart und sein Team kurzerhand ebenfalls selbst.
Info Ausgestrahlt werden soll Folge 64 von "Soko Stuttgart", "Ausgekocht", am 19. Januar ab 18 Uhr im ZDF.