Der Berufsverkehr im Stuttgarter Zentrum wurde gestern Morgen zur Geduldsprobe, weil in einem Tunnel der Hauptstätterstraße ein Lastwagen in Brand geriet. Die Feuerwehr verhinderte Schlimmeres.
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ELKE HAUPTMANN
Aufgrund eines technischen Defekts ist mitten im Berufsverkehr ein Reifen an der Hinterachse des Lastwagens in Brand geraten. Foto: Jan-Philipp Schütze
Stuttgart Ein im B-14-Tunnel unterhalb des Charlottenplatzes liegen gebliebener Lastwagen hat gestern im morgendlichen Berufsverkehr für erhebliche Verkehrsbehinderungen in Stuttgart gesorgt. Aufgrund eines technischen Defekts geriet ein Reifen in Brand. Die Bergungsarbeiten dauerten drei Stunden an. Die Schäden im Tunnel halten sich in Grenzen.
Der Lastwagenfahrer, der auf der Hauptstätter Straße Richtung Heslacher Tunnel fuhr, hatte kurz nach 6.30 Uhr Qualm am Heck seines Fahrzeugs bemerkt. Er hielt deshalb an - und sah, dass ein Reifen an der rechten Hinterachse brannte. Die Flammen hatten bereits auf den Aufbau des Fahrzeugs übergegriffen. Der 29-Jährige konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass ein Abbrennen des Lkw verhindert wurde. Verletzt wurde niemand.
Allerdings qualmte es so heftig, dass sogar in der unmittelbar angrenzenden Stadtbahnhaltestelle Charlottenplatz ein Rauchmelder ausgelöst wurde. Der Qualm hatte sich dort im Bereich der unterirdischen Technikräume ausgebreitet. Wegen der enormen Rauchentwicklung sperrte die Polizei den Straßentunnel in beide Fahrtrichtungen. Weil die innerstädtische B 14 eine der Hauptverkehrsadern in der Landeshauptstadt ist, blieb dies nicht ohne Folgen: Während die Sperrung für den Verkehr aus Richtung Stuttgart-Süd nach 30 Minuten wieder aufgehoben werden konnte, kam es zu erheblichen Behinderungen im östlichen Bereich Stuttgarts. Denn ab dem Gebhard-Müller-Platz musste die Strecke bis 7.35 Uhr vollständig gesperrt werden. Danach ging es zumindest einspurig an der Unfallstelle vorbei.
Der Berufsverkehr staute sich auf den Strecken aus dem Stuttgarter Osten ab der Gaisburger Brücke, der Talstraße und der Mercedesstraße auf Höhe der Hanns-Martin-Schleyer-Halle, auf der Nürnberger Straße aus Richtung Fellbach ab dem Augsburger Platz.
Nachdem der Pannenlastwagen gegen 9 Uhr aus der Unterführung unter dem Charlottenplatz abgeschleppt wurde, entspannte sich die Lage in der City langsam. Die langen Staus hatten sich bis dahin weitgehend abgebaut. Nur im unmittelbaren Bereich der Unfallstelle kam es bis etwa 9.30 Uhr zu Verkehrsbehinderungen. Denn durch den Brand waren Straßenbelag und Tunneldecke in Mitleidenschaft gezogen worden. Gegen 10 Uhr schließlich konnten sie Entwarnung geben: Am Straßenbelag sowie am Tunnel sind keine wesentlichen Schäden entstanden.
Der Sattelzug mit Kühlauflieger hatte Lebensmittel, Salat und Frischgemüse, geladen. Beamte der Verkehrsüberwachung haben festgestellt, dass ein technischer Defekt den hinteren linken Reifen des Lasters in Brand gesetzt hatte.