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Welle von Wohnungseinbrüchen

Diebesbanden aus Zentralbosnien festgenommen

Die Landeshauptstadt gerät zunehmend ins Visier ausländischer Einbrecherbanden. Weil die Täter meist sehr professionell zu Werke gehen, wird auch die Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei komplexer.

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JAN-PHILIPP SCHÜTZE

Stuttgart Im Kampf gegen dreiste Diebesbanden konnte die Stuttgarter Polizei zuletzt wichtige Erfolge verzeichnen. Im Rahmen groß angelegter Festnahmeaktionen konnten gleich zwei Tätergruppen dingfest gemacht werden. Spezialeinheiten und Kräfte des Mobilen Einsatzkommandos ließen die Handschellen klicken, in einer Privatwohnung und in einem Hotelzimmer konnten große Mengen Diebesgut sichergestellt werden. Auch bei einem Hehler, der mit einer der Gruppen zusammenarbeitete, wurden die Beamten fündig. "Sie alle stammen aus dem ehemaligen Jugoslawien", sagt Harald Dörfler von der Dienststelle für Wohnungs- und Gaststätteneinbrüche.

Artikelbild: Diebesbanden aus Zentralbosnien festgenommen Die Zuordnung sichergestellter Beutestücke beschäftigt die Polizei. Foto: Polizei

Demgegenüber steht die baden-württembergische Landeshauptstadt, die den Tätern laut Dörfler gleich "tausendfach Gelegenheit" für ihre Beutezüge bietet - und damit gewissermaßen eine wahre Fundgrube für Kriminelle darstellt. Zehn Tatverdächtige konnte die Polizei seit Jahresbeginn festnehmen, noch muss geklärt werden, für wie viele und welche Einbrüche sie verantwortlich sind. Sicher ist dagegen, dass sich die Ermittler meist mit reisenden Banden konfrontiert sehen - zunehmend mit Herkunft aus Südosteuropa, wie Dörfler bestätigt. Hinter den Einbruchstouren steckt häufig eine Menge krimineller Organisation und Logistik. Für die Beutezüge werden Autos gemietet oder gestohlen, oft auch solche mit örtlicher Zulassung, und in ihrer Heimat finden die Diebesbanden Hilfe und Unterschlupf bei ihren Landsleuten.

Unterstützt werden die reisenden Tätergruppen nicht selten von einem ganzen Netzwerk aus Hintermännern und Kontaktpersonen. Hilfe bekommen ortsfremde Täter dabei immer wieder auch von Tippgebern aus der Region, die über eine entsprechende Ortskenntnis verfügen. Allein übers Wochenende wurden der Polizei knapp 20 weitere Einbrüche und Einbruchsversuche im Stadtgebiet gemeldet.

Erneut viel zu tun für die Ermittler, deren Arbeit immer komplexer wird. Längst liegt die Sachbearbeitung in den Händen der Kriminalpolizei. Dort laufen alle Fäden zusammen - sowohl bei der Ermittlungsarbeit, als auch nach einer erfolgten Festnahme. Dann nämlich, wenn es darum geht, die sichergestellten Beutestücke den Geschädigten zuzuordnen. Das sichergestellte Diebesgut, darunter vor allem Schmuckstücke und Uhren, wird in den Asservatenkammern der Polizei verwahrt. Es muss nun von den Einbruchsermittlern nach Fällen sortiert, katalogisiert und letzten Endes den Tatorten und Geschädigten im Großraum Stuttgart zugeordnet werden. Ein schwieriges Unterfangen und eine zeitaufwendige Puzzlearbeit. "Wir setzen deshalb auf die Veröffentlichung von Fotos", sagt Dörfler.

Im Internet haben wird unter der Adresse mediathek.ez-online.de eine Bildergalerie mit sichergestellten Beutestücken veröffentlicht. Wer meint, bei der Zuordnung behilflich sein zu können, der sollte sich bei der Polizei in Stuttgart unter Telefon: (0711)8990-5461 melden. Bestohlene können zudem sichergestellte Wertgegenstände über die Internetdatenbank des Bundeskriminalamts, http://www.securius.eu.com, abrufen.

26.02.2013 - 08:30 Uhr

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