29.12.2012 Drucken Empfehlen
 per eMail empfehlen


   

Stuttgart

Bankbetrüger gehen immer dreister vor Mit Skimming-Geräten hohe Beträge erbeutet

Bankbetrüger gehen immer dreister vor: Im Dezember verzeichnete die Polizei eine ganze Serie von so genannten Skimming-Fällen.

Anzeige


JAN-PHILIPP SCHÜTZE

Stuttgart Mit nahezu unsichtbar angebrachten Skimming-Geräten an Geldautomaten haben Bankbetrüger Anfang Dezember in Stuttgart rund 100 000 Euro erbeutet. Bei der Polizei gingen bereits 100 Anzeigen von Geschädigten ein.

Es ist eine Entwicklung, die Sorge bereitet: Mit technisch immer versierteren Methoden beschaffen sich dreiste Bankbetrüger das Ersparte ihrer Opfer. Erst Anfang Dezember schwappte wieder eine neue Welle von Skimming-Fällen über die Landeshauptstadt. Dieses Mal traf es die Stadtteile Möhringen und Degerloch. Die Täter manipulierten gezielt mehrere Geldautomaten mit nahezu unsichtbaren Umbauten. Dabei kam eine neue Technik zum Einsatz: Um die Daten auf den EC-Karten auszuspähen, wurden in den Eingabeschlitzen hauchdünne Lesegeräte angebracht, kleine Kameras zeichneten die Eingabe der Pin auf. Der mittlerweile von vielen Banken an den Automaten installierte Schutz gegen illegale Umbauten war in diesem Fall wirkungslos. Und auch für die Kunden war die Manipulation mit bloßem Auge kaum zu erkennen.

Dass die Masche dennoch aufflog, ist nicht zuletzt der Kriminalpolizei zu verdanken, die den Tätern, die für acht weitere Betrugsfälle in ganz Baden-Württemberg verantwortlich sein sollen, schon länger auf der Spur war. Die beiden mutmaßlichen Bankbetrüger, zwei Männer im Alter von 27 und 30 Jahren, konnten dann schließlich am 15. Dezember vor einer Bank in Degerloch verhaftet werden. Zum Zeitpunkt ihrer Festnahme standen sie offenbar kurz davor, weitere Geldautomaten mit Hilfe der neuen Technik umzubauen.

Zwischenzeitlich hatten sich auch die ersten Geschädigten bei der Polizei gemeldet. Sie hatten erst im Abstand von einigen Tagen, beim nächsten Blick auf ihren Kontoauszug, festgestellt, dass ihnen ein größerer Geldbetrag fehlt. Insgesamt 100 Anzeigen gingen bislang bei der Polizei ein, in jedem Fall wurden rund 1000 Euro illegalerweise von den Konten abgebucht. Die Tatverdächtigen sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft, ihre Hintermänner jedoch wie so oft im Ausland. Mit den in Stuttgart ausgespähten Kartendaten sei das Geld ausnahmslos an Bankautomaten in Kolumbien abgehoben worden, so die Polizei.

29.12.2012 - 08:30 Uhr

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Bildergalerien und Videos

Walter Tigers präsentieren das neue Team

SSC Tübingen schlägt TSG II mit 5:1 Millipay Micropayment

Toter und Totalschäden: Ein Massencrash zum Üben

Friedrichstraße feiert ihr neues Gesicht

Rallye von Rottenburg in den Orient

Die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Kirchentellinsfurt | Christine Falkenberg

Adebar ist wieder da: Störche sammeln sich im Kreis

Kreisliga A: Altingen schlägt Lustnau 3:2 Millipay Micropayment

Beachparty in Oberndorf: Bei 15 Grad in den Heuballen-Pool

Das Brunnenwasserfest in Bildern

Die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Kirchentellinsfurt: Markus Appenzeller

An der Uni Tübingen entsteht ein 3D-Modell des römischen Rottenburg

Kreisliga A3: Eintracht Rottenburg - SC Azurri Mössingen 0:1 Millipay Micropayment

8. Reutlinger Oldtimertag auf dem Marktplatz

Kunststücke mit dem JoJo: Europameister Carlos Braun aus Entringen

Wakeboarding auf der Ammer in Tübingen schlägt Wellen

Falscher Straßenbelag in der Tübinger Friedrichstraße

Samstag Zaz, Sonntag LaBrassBanda beim Sommer-Open-Air

Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Anzeige


Die Woche im Rückklick
Artikelbild: Elf Menschen zur Behandlung in die Klinik

Wissen, was war

Die Woche vom 23. bis 29. August: Streit um Boris Palmer, Feuer in der Melanchthonstraße und eine peinliche Verwechslung

Aktive Singles auf
date-click
Anzeige


Zeitzeugnisse
Szene um 1914, Soldaten auf dem Weg zum Bahnhof Eyach winken in Börstingen einer Frau zu, die mit ...

Mit den Kindern des Feindes geteilt

Zum Themenabend „1914 – Feld der Ehre – Ährenfelder“ lud das Börstinger Dorfmuseum Kulturtankstelle am Samstagabend ins Gasthaus Lamm. Dort gab es zu den Lesungen und einer kleinen Ausstellung auch „schmackhafte Kriegskost“.

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion