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Kanzlerbezüge

Widerspruch und Rückendeckung für Steinbrück

Zahlreiche SPD-Politiker widersprechen der Äußerung ihres Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück, wonach die Kanzlerbezüge unangemessen niedrig seien. Die rund 220 000 Euro Jahresgehalt seien "eine gute Regelung", sagte der langjährige Bremer Bürgermeister Hennig Scherf der "Bild"-Zeitung.

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AFP/DPA

Berlin Die Managergehälter seien zu hoch, nicht die Entlohnung des Regierungschefs zu niedrig.

Ähnlich äußerte sich der frühere SPD-Vorsitzende Björn Engholm. "Man darf die Einkünfte eines Kanzlers nicht mit den völlig überhöhten Bezügen mancher Vorstände vergleichen."

Die Vize-Vorsitzende der Südwest-SPD, Leni Breymaier, warf Steinmeier mangelnde Sensibilität vor. In der Sache habe Steinbrück zwar recht. "Aber er hat kein Fingerspitzengefühl für den richtigen Zeitpunkt", sagte sie. Der Parteienforscher Jürgen Falter nannte es "grauenvoll ungeschickt", als Kanzlerkandidat das Thema aufzugreifen.

Andere dagegen sprangen Steinbrück bei. So bekam der Kanzlerkandidat Rückendeckung vom SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach. "Steinbrück hat in der Sache natürlich Recht: In Anbetracht der Größe des Landes ist das Gehalt der Kanzlerin zu gering." Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse kritisierte die Diskussion als "aufgebauscht". Steinbrücks Feststellungen hätten schon viele andere gemacht.

02.01.2013 - 08:30 Uhr

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