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Stichwort Lehrer

Nicht jeder ist ein Beamter

Nach Angaben der Kultusministerkonferenz gibt es an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Deutschland knapp 735 000 Lehrer (Statistik 2011). Rund 200 000 von ihnen sind nach Schätzungen der Bildungsgewerkschaft GEW keine Beamten, sondern angestellt.

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Vor allem in ostdeutschen Bundesländern sind Anstellungsverhältnisse die Regel, nicht die Ausnahme. So verbeamtet Berlin schon seit einem Jahrzehnt keine Lehrer mehr. Nur wenn ein Lehrer aus einem anderen Bundesland zuwandert, darf er seinen Beamtenstatus behalten. Auch Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern beschäftigen Lehrer nur als Angestellte.

In Baden-Württemberg, wo dagegen das Beamtenverhältnis die Regel ist, waren im Schuljahr 2011/12 nach Angaben des Kultusministeriums 92 Prozent der insgesamt 101 000 Lehrkräfte Beamte. Rund 9000 Lehrer waren Angestellte. Deren Bezahlung hat das Finanzministerium per Richtlinie geregelt, so wie in anderen Ländern.

Der 2006 vereinbarte Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) gibt für angestellte Lehrer lediglich einen Rahmen vor. Dort steht, in welcher Entgeltgruppe welches Gehalt gezahlt wird. Die Entscheidung, wer nun aber in welche Gruppe fällt, bleibt den Ländern überlassen, was zu einem Flickenteppich geführt hat.

Beispiele für Angestellte im Schuldienst sind Direkteinsteiger aus der Wirtschaft wie Ingenieure, die als wissenschaftliche Lehrkraft an Berufsschulen tätig sind. Es gibt aber auch andere Gründe, neben dem fehlenden zweiten Staatsexamen etwa auch das Lebensalter. So gilt im Südwesten für die Verbeamtung ein Höchstalter von 42 Jahren. Allerdings gibt es Ausnahmen.

25.01.2013 - 08:30 Uhr

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