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Massaker in Syrien

Morden geht weiter

2013 beginnt in Syrien mit einem Massaker: 23 Menschen werden enthauptet - wohl von der Assad-Miliz. UN-Vermittler Brahimi stößt auf taube Ohren.

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DPA

In Syrien gehen zu Beginn des neuen Jahres Blutvergießen und Gräueltaten unvermindert weiter. Regimegegner berichteten am Neujahrstag von einem weiteren Massaker. Angehörige der regimetreuen Schabiha-Miliz hätten in dem Dorf Maan in der Provinz Hama 23 Menschen enthauptet. Angesichts der nicht enden wollenden Gewalt wird ein Friedensplan des UN-Syrienvermittlers Lakhdar Brahimi immer mehr zur Makulatur.

Die bei dem Massaker getöteten Menschen gehörten zu den wenigen sunnitischen Familien, die in dem Dorf lebten. Unter den Opfern sollen sieben Kinder sein. Die Leichen seien angezündet worden, so dass einige von ihnen noch nicht hätten identifiziert werden können. Das Gemetzel soll begonnen haben, nachdem Rebellen Straßensperren der Regierungstruppen angegriffen hatten. Diese hätten daraufhin die Kämpfer der Miliz gerufen, die im Bürgerkrieg auf der Seite von Präsident Baschar al-Assad steht.

UN-Vermittler Lakhdar Brahimi stieß mit seinem Aufruf zu einer politischen Lösung in Syrien auf Kritik der Opposition. Zugleich sandte das Regime von Präsident Baschar al-Assad widersprüchliche Signale aus. Einerseits erklärte die Führung in Damaskus ihre Bereitschaft, "auf jeden regionalen oder internationalen Vorschlag einzugehen". Andererseits sagte Ministerpräsident Wael al-Halki am Montag in einer Rede vor dem Parlament, der "historische Moment, in dem der Sieg über die Gegner erklärt wird", sei nah.

Die Regimegegner lehnen Brahimis Vorschlag vom vergangenen Wochenende ab, weil er nicht nur eine Waffenruhe vorsieht, sondern auch die Bildung einer Übergangsregierung unter Beteiligung von Funktionären des Assad-Regimes. Der Syrische Nationalrat (SNC) erklärte: "Aus der Sicht von Assad sind Initiativen und Dialog ein Zeichen von Schwäche und ein Beweis für seine Legitimität." Deshalb folgten auf Friedensinitiativen immer nur neue Massaker.

Unterdessen setzen sich immer mehr syrische Offiziere wegen des Bürgerkrieges aus ihrem Land in die benachbarte Türkei ab. Erneut seien ein General, mehrere Oberste und weitere Offiziere mit ihren Familien über die Grenze geflüchtet, berichtete eine türkische Nachrichtenagentur.

Seit Beginn des Volksaufstandes gegen das Assad-Regime vor knapp 22 Monaten sind nach Angaben der Opposition mehr als 45 000 Menschen ums Leben gekommen.

02.01.2013 - 08:30 Uhr

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