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Patt in Italien

Machtverhältnisse nach der Wahl völlig unklar

Bei den Wahlen in Italien hat das Mitte-Links-Bündnis die Mehrheit im Abgeordnetenhaus gewonnen. Im Senat ist ein Sieg noch nicht sicher.

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AFP/DPA

Rom Das Mitte-Links-Bündnis um Pier Luigi Bersanis Demokratische Partei (PD) hat nach Hochrechnungen rund 34 Prozent der Stimmen für das Abgeordnetenhaus erreicht. Für die Mitte-Rechts-Koalition des ehemaligen Regierungschefs Silvio Berlusconi stimmten demnach 29 bis 31 Prozent der Wähler. Auf dem dritten Platz landete überraschend Beppe Grillo, für dessen Protestbewegung Fünf Sterne rund 20 Prozent der Wähler votierten. Die Allianz des bisherigen Regierungschefs Mario Monti kam auf zehn Prozent.

Damit kann Bersani mit einer Mehrheit im Abgeordnetenhaus rechnen: Die Wahlallianz mit den meisten Stimmen erhält 55 Prozent der Sitze im Unterhaus. Das wären 340 der 630 Abgeordneten.

Anders sieht es im Senat aus. Dort kommt Bersanis Bündnis nach Auszählung der Hälfte der Wahllokale auf 32,9 Prozent. Auf dem zweiten Platz folgt Berlusconis Bündnis mit 29,2 Prozent. Grillos Bewegung kommt auf 24 Prozent, Montis Allianz auf 9,2. Erste Hochrechnungen ergaben eine knappe Führung für Berlusconi. Wegen des komplizierten Wahlrechts bedeutet ein Sieg bei den abgegebenen Stimmen im Senat nicht automatisch die Mehrheit der Sitze. Ergebnisse der einzelnen Regionen spielen eine entscheidende Rolle. So lagen die Kontrahenten in der wichtigen Region Lombardei am Abend Kopf an Kopf.

Eine stabile Regierung ist nur garantiert, wenn eines der beiden großen Lager die Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments, also auch im Senat, erringt.

26.02.2013 - 08:30 Uhr

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