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Private Daten im Internet können hinderlich sein

Firmen schnüffeln im Netz

Eine Studie hat ergeben, dass ein Viertel der Unternehmen im Netz nach Daten von Bewerbern suchen. Das kann allerdings auch eine Chance sein.

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KATHRIN KONYEN UND DPA

Berlin/Ulm Bei der Jobvergabe machen sich Unternehmen auch das Internet zu Nutze: 28 Prozent der Personalverantwortlichen in deutschen Unternehmen suchen im Netz gezielt nach Informationen über die Bewerber. Dabei nutzen sie auch soziale Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ. Das ergab eine aktuelle Befragung unter 500 Unternehmen im Auftrag des Bundesverbraucherschutzministeriums.

Die Zahlen, die der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater schon 2007 herausgefunden hatte, sprechen eine noch deutlichere Sprache: Personalberater, die sich ausschließlich mit der Auswahl von Bewerbern befassen, recherchieren zu 70 Prozent im Internet nach Job-Anwärtern.

In den USA suchen bereits sehr viele Unternehmen auch in sozialen Netzwerken nach Informationen: 45 Prozent der Personalchefs nutzen diese Möglichkeit. Amerikanische Firmen setzen auch immer häufiger auf soziale Netzwerke. Allein auf Facebook greifen mittlerweile 30 Prozent aller US-Unternehmen zurück, um sich über Bewerber zu informieren.

Generell durchsuchen laut der aktuellen Studie der Bundesregierung eher Konzerne als kleinere Unternehmen bei der Personalauswahl das Netz. Das liegt offenbar daran, dass die Internet-Recherche zu zeitintensiv ist. Auch etwa den Wieland-Werken in Ulm ist eine Recherche im Netz bei 80 Auszubildenden, die allein diesen Herbst eingestellt werden, zu aufwendig.

Bei 25 Prozent der Firmen kommt es aufgrund der Informationen im Internet vor, dass ein Bewerber erst gar nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder in der Endauswahl scheitert. Besonders ablehnend bewerten Arbeitgeber negative Aussagen über die Arbeit oder das Arbeitsumfeld (76 Prozent) und Informationen, die von den Aussagen in der Bewerbung abweichen (49 Prozent). Sehr private Bilder, etwa von Partys, werten Entscheider eher kritisch (46 Prozent), 43 Prozent bewerten dies neutral.

Allerdings kann ein Bewerber mit seiner Netz-Darstellung auch punkten. Für 56 Prozent wird ein Stellensuchender manchmal gerade durch die zusätzlichen Informationen aus dem Internet interessant. Positiv wirken sich etwa Hobbys und soziales Engagement aus.

22.08.2009 - 08:38 Uhr | geändert: 22.08.2009 - 09:48 Uhr

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