04.03.2013 Drucken Empfehlen
 per eMail empfehlen


   

Neues Gerangel um S 21

Aufsichtsräte entscheiden morgen über Zukunft des Bahnprojektes

Der Aufsichtsrat der Bahn wird morgen entscheiden, ob mehr Geld für S 21 in die Hand genommen wird. Das entfacht eine neue Debatte.

Anzeige


BETTINA WIESELMANN UND AFP

Berlin/Heilbronn Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn will mehr Einblick in das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21. Bei der morgigen Sitzung soll die Einrichtung eines Ausschusses beschlossen werden, der den Baufortschritt und die Kostenentwicklung regelmäßig prüft. "Ohne einen solchen Ausschuss bekommen wir keine Kontrolle über das Projekt", zitiert der "Spiegel" ein Mitglied des Bahn-Aufsichtsrates. Allerdings dementierte der stellvertretende Aufsichtsratschef Alexander Kirchner den Bericht. Debattiert wird auch über eine Projektgesellschaft, in der Maßnahmen zu S 21 gebündelt werden.

Nach Angaben des "Spiegel" will der Aufsichtsrat der Fortführung des Projektes nur zustimmen, wenn sich die Bahn verpflichtet, das Land und die Stadt Stuttgart auf eine Beteiligung an den Mehrkosten zu verklagen. Bisher lehnen das beide ab.

Nach einem internen Bahn-Dokument, aus dem die "Wirtschaftswoche" zitiert, sollen die Kosten für einen Abbruch des Projekt und einen Weiterbau nur minimal auseinanderliegen. So brächte die Beendigung des Projekts der Bahn ein kalkulatorisches Defizit von 980 Millionen Euro. Der Weiterbau schlüge mit einem Minus von 906 Millionen Euro zu Buche.

Im Streit um zusätzliche Milliardenkosten schlug Grünen-Chef Cem Özdemir eine unabhängige Prüfung durch den Bundesrechnungshof vor. Die für morgen erwartete Entscheidung über den Weiterbau von Stuttgart 21 müsse aufgeschoben werden bis weitere Prüfergebnisse vorlägen, heißt es in einem Brief der Grünen-Bundestagsabgeordneten Renate Künast und Anton Hofreiter.

Mit großer Mehrheit hat sich unterdessen der SPD-Landesparteitag hinter das Bahnprojekt Stuttgart 21 gestellt. Zwar machten zahlreiche Debattenredner mit Blick auf die gewachsenen Kostenrisiken Front gegen das Projekt. Doch gut vier Fünftel der Delegierten bekräftigen, die Volksabstimmung pro Stuttgart 21 werde nicht infrage gestellt. Dazu gehöre auch der Deckel auf den Kosten von 4,5 Milliarden Euro, an denen sich das Land mit "maximal" 931 Millionen Euro beteilige. Eine anteilige Beteiligung an den "nachgewiesenen" Kosten der besseren Filderbahnhof-Variante befürwortet die SPD.

04.03.2013 - 08:30 Uhr

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Bildergalerien und Videos

Abschied von Walter Jens - Requiem in der Stiftskirche

Relegation: TB Kirchentellinsfurt unterliegt Tuttlingen 1:4

Horber Maximilian-Festspiele: Tausende bei Ritterspektakel

Alles Okay am Anlagensee: Das Ract!-Festival 2013

Horb ist wieder in Ritterhand

Ract-Festival in Tübingen gestartet

Rundumblick im Tübinger Hesse-Kabinett - auch in 3D

Urkundlich bewiesen: Platanenallee wurde 1828 gepflanzt

Zum Tod von Walter Jens: Ein Rückblick in Bildern

Aufstieg perfekt: Der SV Wurmlingen schlägt SV 03 Tübingen II mit 3:1

Hartmann-von-Aue-Fest

Meister der Kreisliga A3: Der SV Wurmlingen

Meister der Fußball-Bezirksliga: TuS Ergenzingen

Rottenburger Heimattage

Das Bücherfest in Tübingen

Die Automobil-Messe in Tübingen 2013

150 Jahre Ergenzinger Feuerwehr

Zweite Automobil-Messe rund ums Sparkassen-Carré

Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Anzeige


Die Woche im Rückklick
Walter Jens 2001

Wissen, was war

Raubmord in Prag: Zwei Rottenburger festgenommen - Walter Jens starb Sonntagabend 90-jährig - Talheimer Steige monatelang gesperrt. Die Woche vom 8. bis 14. Juni

Zeitzeugnisse

Nach dem großen Regen: Wilhelmstraße wurde Freibad

Kreis Tübingen. Es war ein schwüler Nachmittag am 15. August 1972, die Luft hatte 90 Prozent Feuchtigkeit, da wurde es im Kreis Tübingen gegen 14.45 Uhr plötzlich stockdunkel.

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion

Single des Tages