02.01.2013 Drucken Empfehlen
 per eMail empfehlen


   

Kompromiss im US-Etatstreit

Abgeordnetenhaus muss noch zustimmen

Drama pur: Nach dem Sturz der USA von der Fiskalklippe folgte doch noch ein Kompromiss im Haushaltsstreit. Das letzte Wort stand gestern Abend noch aus.

Anzeige


DPA/AFP

Washington Nach wochenlangem erbitterten Streit über die künftige Haushaltspolitik der USA ist ein drohender Konjunktureinbruch in der weltgrößten Volkswirtschaft wohl erst einmal abgewendet. Demokraten und Republikaner einigten sich gestern auf den letzten Drücker auf einen Kompromiss. Der Senat beschloss mit klarer Mehrheit von 89 gegen 8 Stimmen den Plan, den der demokratische Vize-Präsident Joe Biden und der Republikaner Mitch McConnell ausgehandelt hatten.

Allerdings zeichnete sich im Abgeordnetenhaus, das von den Republikanern dominiert wird, eine wohl taktisch motivierte Hängepartie ab. Die Abgeordneten wollten zwar gestern Abend (MEZ) Beratungen aufnehmen, eine Abstimmung war aber zunächst nicht angesetzt. Um die Vorlage abzusegnen, müssen mehr als 20 Konservative mit den Demokraten stimmen. Unter den Republikanern gibt es teils massiven Widerstand gegen jegliche Steuererhöhungen. Dennoch gingen die meisten Insider in Washington davon aus, dass eine Mehrheit zustande kommt.

Der vereinbarte Plan schütze 98 Prozent der Amerikaner und 97 Prozent der kleineren Unternehmer vor Steuererhöhungen, sagte US-Präsident Barack Obama nach der Abstimmung im Senat. Der Kompromiss sieht vor, Steuererleichterungen für die Mittelschicht zu verlängern und Reiche mit einem jährlichen Haushaltseinkommen von mehr als 450 000 Dollar stärker zur Kasse zu bitten. Der Spitzensatz steigt von 35 auf 39,6 Prozent. Automatische Etatkürzungen zum Abbau des Defizits werden für zwei Monate ausgesetzt. Zudem erhalten Arbeitslose weiter staatliche Leistungen. Der Kompromiss hat laut Experten einen Umfang von 600 Milliarden Dollar. Mehrere sensible Fragen sind allerdings ausgeklammert. So müssen sich beide Parteien nach wie vor dringend darüber verständigen, wie das riesige US-Haushaltsdefizit eingedämmt werden soll.

Da der Kompromiss nicht vor dem Jahreswechsel vom Kongress verabschiedet wurde, sind die USA zumindest formal gesehen kurzfristig von der sogenannten Fiskalklippe gestürzt. Das heißt, es traten planmäßig Steuererhöhungen für alle und massive Ausgabenkürzungen nach dem Rasenmäher-Prinzip in Kraft. Experten hatten gewarnt, dass dies die US-Wirtschaft wieder abwürgen könnte.

02.01.2013 - 08:30 Uhr

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Anzeige


Bildergalerien und Videos

Feuer in der Rottenburger Innenstadt

Handball-Bezirksliga: TV Rottenburg - TV Großengstingen (29:28) Millipay Micropayment

Basketball-Bundesliga: Tigers - Hagen

Zum letzten Mal U40

Unfall beim Museum: Sattelzug gegen Tübus

Fußball-Bezirksliga: SV 03 Tübingen - TV Derendingen 2:1 Millipay Micropayment

Frühlings- und Antiquitätenmarkt in Tübingen

TV Rottenburg - SWD Powervolleys Düren

Alle Augen zum Himmel: Die Sofi im Kreis Tübingen

Patrick Donmoyer spricht Pennsylvaanisch Deitsch

Anzeige


Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Umfrage

Soll beim Universitätsklinikum auf dem Schnarrenberg ein weiteres Parkhaus gebaut werden?



Ja 109 78%
 
Nein 28 20%
 
Ich weiß noch nicht 2 2%
 
Die Woche im Rückklick

Wissen, was war

Die Woche vom 21. bis 27. März: Partielle Sonnenfinsternis, Jettenburger Brandstifter gesteht, Laster rammt Stadtbus und Feuer in Reutlinger Hochhaus

Aktive Singles auf
date-click
Das TAGBLATT-Zeitungsarchiv
Artikelbild: Das Redaktionsarchiv des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTS

Sie suchen? Wir finden.

Wer kennt das nicht: Ausgerechnet den Artikel zum Thema, das einen gerade beschäftigt, hat man verpasst. Oder man braucht dringend einen Überblick über eine regionale Fragestellung. Das TAGBLATT-Archiv hilft weiter.

Ihr Kontakt zur Redaktion
Schwäbisches Tagblatt 

07071/934-0

Tagblatt Online
07071/934-0
Steinlach Bote 07473/9507-0
Rottenburger Post 07472/1606-16
Reutlinger Blatt 07121/3259-50
Neckar Chronik Horb 07451/9009-30
Tagblatt Anzeiger 07071/934-0