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"Permanenter Druck"

Wollte Duisburg Loveparade um jeden Preis?

Die Duisburger Loveparade, auf der 20 Menschen starben, wurde offenbar mit politischem Druck durchgesetzt. Die Stadt schweigt zu den Ereignissen.

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Duisburg Zwei Tage nach der Katastrophe auf der Duisburger Loveparade, bei der 20 Menschen getötet wurden, haben sich die Vorwürfe gegen die Verantwortlichen verschärft. Hinweise, wonach das Unglück absehbar war, häuften sich. Führende Polizeibeamte sprachen gegenüber der SÜDWEST PRESSE von "permanentem politischem Druck", mit dem die Loveparade durchgesetzt wurde. Dabei habe die Polizei bereits im Februar 2009 vor der Austragung eines Festivals in der Größenordnung von 500 000 Menschen gewarnt.

Was die Sicherheitsvorkehrungen betrifft, gab es Zugeständnisse der Stadt Duisburg an die Veranstalter der Loveparade. Unter anderem mussten sie nicht die vorgeschriebene Breite der Fluchtwege einhalten. Die maximale Besucherzahl auf dem Festivalgelände wurde allerdings auf 250 000 begrenzt. Die Polizei ging am Samstag jedoch von 300 000, die Veranstalter von bis zu 1,4 Millionen Gästen aus.

Vertreter der Stadt äußerten sich weiterhin nicht zu den Vorgängen vom Samstag. Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) stellte zwar seinen Rücktritt in Aussicht, will aber zuvor die Ursache der Tragödie geklärt wissen. Die Katastrophe könnte nach Einschätzung des Loveparade-Chefs Rainer Schaller durch eine verhängnisvolle Anweisung der Polizei ausgelöst worden sein: "Die Einsatzleitung der Polizei hat die Anweisung gegeben, alle Schleusen vor dem westlichen Tunneleingang an der Düsseldorfer Straße zu öffnen." jon/dpa

27.07.2010 - 08:30 Uhr

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