02.01.2013 Drucken Empfehlen
 per eMail empfehlen


   

Willkommen 2013

Friedliche Silvester-Feiern weltweit

Vor dem Brandenburger Tor in Berlin hüpfen Tausende einen eigenartigen Tanz, am Hindukusch tanzen Nato-Soldaten mit Maschinenpistolen. In Indien wird getrauert. Das Jahr 2013 ist da.

Anzeige


DPA

Berlin . Milliarden Menschen haben rund um den Erdball überwiegend friedlich das neue Jahr begrüßt. Spektakuläre Feuerwerke erleuchteten unter anderem das Brandenburger Tor, das welthöchste Gebäude in Dubai und den Roten Platz in Moskau.

Artikelbild: Friedliche Silvester-Feiern weltweit

In Deutschland feierten nach Veranstalterangaben mehr als eine Million Menschen vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Auf Deutschlands größter Silvesterparty hüpfte eine Menschenmenge ausgelassen den "Gangnam-Style" des südkoreanischen Rappers Psy und sang zu den Livesongs von Bonnie Tyler, Oceana, den Pet Shop Boys und Jürgen Drews. Um Mitternacht startete ein zehnminütiges Feuerwerk.

Artikelbild: Friedliche Silvester-Feiern weltweit Zweimal Feierlaune: Riesige Partymeile am Brandenburger Tor in Berlin (oben) und fähnchenschwenkende Chinesen in Peking (unten rechts). Im japanischen Tokyo dagegen wurde an Silvester gebetet. Fotos: dpa,afp

Auch bundesweit wurde kräftig geböllert. 115 Millionen Euro haben die Deutschen dafür ausgegeben.

Viel Arbeit gab es für die Einsatzkräfte: Allein die Berliner Feuerwehr musste fast 1800 Mal ausrücken. 20 Menschen kamen nach Verletzungen mit Feuerwerk in das Berliner Unfallkrankenhaus, einige hatten abgerissene Finger oder Handteile. Insgesamt rückten die Rettungskräfte zu 607 Bränden aus - 200 mehr als vor einem Jahr.

In Cuxhaven kamen zehn Menschen mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus, weil ein Hausverwalter kurz nach dem Böllern verwendete Feuerwerkskörper in einen Müllbeutel gepackt hatte. Mindestens einer davon war nicht ganz aus. In Hamburg waren 60 Mitarbeiter der Stadtreinigung ab 3 Uhr im Einsatz und räumten rund 30 Tonnen Silvestermüll weg. In Berlin schufteten rund 600 Reinigungskräfte.

Auf Samoa und den Linie-Inseln im Pazifik hatten die Silvesterfeiern um 11 Uhr deutscher Zeit begonnen. Die Bewohner Samoas gehörten bis 2010 zu den letzten, die das neue Jahr begrüßten. Am 29. Dezember 2011 sprangen sie jedoch über die Datumsgrenze, indem sie die Uhr 24 Stunden vorstellten.

Der Nachthimmel über dem Opernhaus in Sydney leuchtete um 14 Uhr deutscher Zeit, als Australien den ersten Tag des neuen Jahres beging. Mehr als eine Million Besucher und Popstar Kylie Minogue waren dabei.

In Japan und China ging es in der Neujahrsnacht etwas ruhiger zu. Die Chinesen feiern den Jahreswechsel traditionell erst während des Frühlingsfestes. In Japan hielten Geistliche Rituale in Schreinen und Tempeln ab - rund 100 Millionen Menschen werden dort in den kommenden drei Neujahrstagen um Gesundheit und Erfolg bitten.

Party derweil in Russland: Auf dem Roten Platz begrüßten zahllose Menschen in Moskau das neue Jahr mit einem minutenlangen Feuerwerk. Traditionell läutete die Uhr am Spasski-Turm des Kreml das neue Jahr ein.

In Birma gab es erstmals ein öffentliches Silvesterfest: Zehntausende junge Menschen feierten in Rangun ausgelassen zu Rockmusik. Bisher hatte das Militärregime die Feiern verboten.

Das Emirat Dubai zündet um Mitternacht ein spektakuläres Feuerwerk, während sich radikal-islamistische Religionsgelehrte in mehreren arabischen Ländern gegen die Feiern zum "christlichen Neujahr" aussprachen. Die Raketen schossen in einer bunten Choreographie aus dem Burj Chalifa heraus, dem mit 828 Metern höchsten Gebäude der Welt.

In Afghanistan feierten Soldaten der Nato: In ihrem Hauptquartier in Kabul tanzten um Mitternacht Angehörige der Isaf-Mission beschwingt in das Jahr 2013. Trotz der Partystimmung trugen sie häufig Uniform und schwere Waffen.

In Indien fielen dieses Jahr viele Silvesterpartys aus. Der Tod eines 23 Jahre alten Vergewaltigungsopfers überschattet das Land. Mehrere Discos in Neu Delhi sagten ihre traditionellen Feiern ab. In den vergangenen Tagen waren Tausende Inder zu Protesten auf die Straße gegangen, nachdem die Frau von mehreren Männern geschlagen und vergewaltigt worden war. Statt Partys gab es Kerzenmahnwachen.

Stiller Jahreswechsel auch in Frankreich: Ohne Böller und Feuerwerk hat das neue Jahr in Paris begonnen. Pyrotechnik ist in der französischen Hauptstadt seit Jahren verboten. Dennoch strömten bei regnerischem Wetter Tausende ins Zentrum der Stadt.

In Tschechien starb ein 24 Jahre alter Mann bei Nachod, nachdem ihn beim Böllern ein Auto erfasst hatte. Im Dorf Raard in den Niederlanden wurden 17 Menschen verletzt, als eine 42-jährige Fahrerin mit Tempo 60 in eine Gruppe um ein Neujahrsfeuer raste.

In den USA begrüßten rund eine Million Menschen mit viel Jubel, Konfetti und ausgelassenem Gesang das neue Jahr auf dem Times Square von New York. Traditionell wurde um Mitternacht ein leuchtender Ball an einem Fahnenmast herabgesenkt und das Lied "Auld Lang Syne" angestimmt. Zuvor waren bereits Stars wie Taylor Swift, Carly Rae Jepsen und der koreanische Rapper Psy aufgetreten.

In Brasilien kamen 2,3 Millionen Menschen zum Copacabana-Strand von Rio de Janeiro. 24 Tonnen Feuerwerk wurden von elf Flößen in der Atlantik-Bucht computergesteuert gezündet - im Einklang mit Musik und LED-Lichteffekten. Schlusslicht bildet Hawaii, wo es erst um 11 Uhr deutscher Zeit hieß: Happy New Year.

02.01.2013 - 08:30 Uhr

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Bildergalerien und Videos

Die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Kirchentellinsfurt: Markus Appenzeller

An der Uni Tübingen entsteht ein 3D-Modell des römischen Rottenburg

Kreisliga A3: Eintracht Rottenburg - SC Azurri Mössingen 0:1 Millipay Micropayment

8. Reutlinger Oldtimertag auf dem Marktplatz

Kunststücke mit dem JoJo: Europameister Carlos Braun aus Entringen

Wakeboarding auf der Ammer in Tübingen schlägt Wellen

Falscher Straßenbelag in der Tübinger Friedrichstraße

Samstag Zaz, Sonntag LaBrassBanda beim Sommer-Open-Air

Rettung am Bahnübergang: Trainieren für den Ernstfall

Berthold Schneider hat Tätowierte fotografiert

Impressionen von der Tübinger Sommerinsel

Eine erneute Blockade für die B28a in Hirschau

Umschalten auf Ferienstimmung - wie gelingt das am besten?

Altes Blechle: Parade der Oldtimer in Hailfingen

Rock'n'Punk im Jugendhaus Mössingen

Bau des Scheibengipfeltunnels an der Achalm in Reutlingen

Mini-Rock-Festival 2014 in Horb

Demo gegen Antisemitismus in Tübingen

Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Anzeige


Die Woche im Rückklick
Ganz schön zu kämpfen hatten die Tübinger Feuerwehrleute in der Nacht zum Montag, um die ...

Wissen, was war

Die Woche vom 16. bis 22. August: Brennender Triebwagen, neue Hürden für Asylbewerberunterkunft und die große Tübinger Umweltzone

Aktive Singles auf
date-click
Anzeige


Zeitzeugnisse
Szene um 1914, Soldaten auf dem Weg zum Bahnhof Eyach winken in Börstingen einer Frau zu, die mit ...

Mit den Kindern des Feindes geteilt

Zum Themenabend „1914 – Feld der Ehre – Ährenfelder“ lud das Börstinger Dorfmuseum Kulturtankstelle am Samstagabend ins Gasthaus Lamm. Dort gab es zu den Lesungen und einer kleinen Ausstellung auch „schmackhafte Kriegskost“.

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion