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Babyspeck für Millionen - Manche verdienen gut damit

Bilder von Promi-Babys stehen hoch im Kurs

Sie sind erst seit einem Tag Eltern und schon veröffentlichen Shakira und Gerard Piqué ein erstes Foto ihres Nachwuchses. Auch andere stolze Promi-Eltern zeigten der Welt früh Bilder ihres Babys. Das kommt an.

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F. SCHACHTSCHNEIDER, DPA DPA

Berlin Was für prachtvolle Waden! Der kleine Sohn der kolumbianischen Pop-Ikone Shakira ("Waka Waka") und Fußballstar Gerard Piqué (FC Barcelona) ist 24 Stunden alt, da gehen Fotos von dem Kleinen um die Welt. Gepostet vom stolzen Vater über das Netzwerk Twitter. Viel ist von dem kleinen Milan aber nicht zu sehen. Das Bild zeigt lediglich die propperen Beinchen des kleinen, bei der Geburt knapp drei Kilo schweren Milan und dessen Füße, die in Sportschuhen stecken.

Artikelbild: Bilder von Promi-Babys stehen hoch im Kurs Lediglich die kleinen Beinchen in Sportschuhen zeigte Gerard Piqué von seinem kleinen Sohn. Offener war Victoria von Schweden. Das Bild rechts zeigt die kleine Estelle nach der Geburt und oben mit der Mutter im Alter von zwei Monaten. Das zweite Baby ist Ingrid Alexandra von Norwegen. Fotos: Gerard Piqué/Twitter, dpa/afp

Die zwischen Decke und Sportschuhen in Eierbecher-Größe gezeigten wohlgeformten Unterschenkel deuten allerdings auf ein strammes Kerlchen hin. Das Gesicht des Jungen bleibt - zumindest vorerst - ein Geheimnis. Angehörige beschrieben das Baby als "hübsch und füllig". Der Sohn der Kolumbianerin war am Dienstagabend in Barcelona per Kaiserschnitt zur Welt gekommen.

Auch Königshäuser haben es bisweilen so eilig mit der Veröffentlichung von Fotos ihrer Babys. Norwegens Kronprinz Haakon und Prinzessin Mette-Marit warteten im Januar 2004 auch nur einen Tag, bis der Herr Papa eine ganze Serie selbst geschossener Fotos von Töchterchen Ingrid Alexandra veröffentlichte.

Bei den schwedischen Nachbarn hatte König Carl XVI. Gustaf das Recht des ersten Bildes bei seiner Enkelin Estelle. Die kleine Tochter von Kronprinzessin Victoria und Prinz Daniel erblickte am 23. Februar 2012 das Licht der Welt und wenig später das Blitzlicht des königlichen Opas.

Und mit knapp acht Monaten wurde sie schon Hauptperson einer Ausstellung. Unter dem Titel "Prinzessin Estelle - Geburt und Taufe" werden im Stockholmer Schloss noch bis zum kommenden März Bilder und Filme zur Geburt und Taufe gezeigt.

Gerade einmal eine Woche war Harper Seven Beckham alt, als der kleine Wonneproppen im Juli 2011 zum Internetstar wurde. Schlafend brachte er Mama Victoria und Papa David zehntausende Klicks auf der Facebook-Seite des Fußball- und Medien-Profis. Auch Beyoncé ließ die Welt gratis an ihrem Glück teilhaben. Die US-Sängerin und Rapper-Papa Jay-Z stellten im Januar 2012 die ersten Fotos von Töchterchen Blue Ivy für alle, die es sehen wollen, ins Internet.

Man darf gespannt sein, was für einen enormen Rummel das erste Foto des Kindes von Kate und William im Juli auslösen wird. Denn Baby-Bilder kommen beim Publikum bestens an, und die Paparazzi und Boulevard-Magazine reißen sich um die einträglichen Baby-Bilder.

Das weiß auch die "andere Seite": Manche Promis besorgen sich mit dem Verkauf von Baby-Bildern an Medien ein millionenschweres Kindergeld. Dabei trieben Brad Pitt und Angelina Jolie die Preise besonders hoch - allerdings für einen guten Zweck. Schon 2006 kassierten "Brangelina" rund zehn Millionen Dollar für Fotos der kleinen Shiloh Nouvel - und spendeten das Geld für Geburtsstationen in Namibia. 2008 brachten Fotos der Zwillinge Vivienne Marcheline und Knox Léon gar 14 Millionen Dollar (damals 9 Millionen Euro) - für die Stiftung von Pitt und Jolie zur Unterstützung von Kindern in aller Welt.

Derartige Gewinnspannen wecken selbst bei Polizisten kriminelle Energie - in einem spektakulären Fall sogar schon vor dem Geburtstermin. Im US-Bundesstaat Ohio wurde im Jahr 2009 ein Polizeichef zum Einbrecher. Er stieg in das Haus der Leihmutter von "Sex and the City"-Star Sarah Jessica Parker ein und stahl Ultraschallbilder der ungeborenen Zwillinge. Statt der erhofften Millionen von einer Zeitung gab es die Quittung vom Gericht: knapp drei Jahre Haft.

25.01.2013 - 08:30 Uhr

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