31.12.2012 Drucken Empfehlen
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Zebra auf dem Rücksitz

Aus der Rubrik "Na sowas . . .": Die verrücktesten Meldungen des Jahres

Elf Meter lange Spickzettel, nackte Schlafwandler und Zebras auf dem Rücksitz: Unsere tägliche Rubrik "Na sowas . . ." bietet kuriose Meldungen. Wir haben die besten des Jahres zusammengefasst.

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SVEN KAUFMANN

Ulm Blödheit oder nur Pech? Ein 49-Jähriger aus Gundelfingen (Bayern) hatte es an einem kalten Februarmorgen auf dem Weg zur Arbeit sehr eilig. Weil sein Auto vereist war, konnte der Mann es allerdings nicht öffnen. In seiner Verzweiflung schlug er die Seitenscheibe ein. Starten ließ der Wagen sich dennoch nicht - es war der falsche. Sein eigenes Auto stand 20 Meter weiter.

Artikelbild: Aus der Rubrik "Na sowas . . .": Die verrücktesten Meldungen des Jahres

Vom Frost benebelt waren offenbar auch Jugendliche in Tschechien, wo im Februar die Rekordtemperatur von minus 39,4 Grad das Land bibbern ließ. Die Feuerwehr warnte davor, Metallgegenstände zu berühren - mehrere Jugendliche waren mit ihren Zungen an Laternenpfosten festgefroren.

Artikelbild: Aus der Rubrik "Na sowas . . .": Die verrücktesten Meldungen des Jahres

Eisige Stimmung herrschte im Februar auch in Kasachstan. Dort löste Klopapier aus dem Nachbarland Russland heftige Empörung aus. Die Rollen trugen den Markennamen "Astana" - so heißt auch Kasachstans Hauptstadt. Nach Protesten wurde die Ware aus dem Sortiment genommen. Die Charge mit 50 000 Rollen war sozusagen für den. . . nun ja: für die Katz.

Mit Papier scheint man es in Kasachstan ohnehin nicht so zu haben: Ein Schüler wurde bei der landesweiten Abschlussprüfung von der Aufsicht geschnappt - mit einem elf Meter langen Spickzettel. In mühevoller Kleinarbeit hatte er insgesamt 25 000 Antworten auf winzige Blätter gedruckt, alle zusammengeklebt und sich den Riesenspicker um den Leib gewickelt.

Schülern in Australien hätte auch der beste Spicker nichts genutzt: Eine Studie ergab, dass dort viele Grundschüler denken, Joghurt wachse auf Bäumen. 75 Prozent der knapp 1000 Befragten glaubten, Baumwollsocken stammten von Tieren. 27 Prozent waren sicher, Joghurt werde aus Pflanzen gewonnen. 20 Prozent meinten, Nudeln würden aus Tieren gemacht und Rührei aus Pflanzen.

König Alkohol sorgt mit seinen Untertanen immer wieder für seltsame Begebenheiten: Ein Betrunkener hatte in einer Bar in Dubuque (US-Staat Iowa) gefeiert und fuhr gerade mit dem Auto los, als die Polizei ihn stoppte. Die Cops staunten: Der Mann am Steuer hatte einen Papagei auf der Schulter, auf dem Rücksitz saß ein Zebra. Die Freundin des Trunkenboldes erklärte: "Die Tiere lieben es, mit dem Auto zu fahren, wir behandeln sie wie unsere Kinder. Sie kommen ins Haus, wir gehen mit ihnen spazieren."

Tierisch war auch der Fall eines rabiaten Schafes - schwarz obendrein - der das Oberlandesgericht München beschäftigte. Das Vieh hatte einen Mann hinterrücks angegriffen und schwer verletzt. Nach dem Motto "Tarnung ist alles" tauchte es nach der Attacke sofort in der Herde mit fünf weißen und drei schwarzen Schafen unter. Nun gehört die Herde zwei Haltern. Und da unklar war, welches böse Vieh der Täter war und wer dafür haften muss, urteilte das Gericht salomonisch: Beide Halter teilten sich die 13 000 Euro Behandlungskosten.

Auch dumme Diebe hatte das Jahr wieder zu bieten: Im hessischen Homburg wollte ein Autoknacker ein Zivilfahrzeug der Polizei aufbrechen. Das ging gründlich schief. Im Auto saßen von außen unsichtbar zwei Fahnder. Nach kurzer Flucht war der Mann gefasst.

Leichtes Spiel hatten die Beamten auch mit einem Mann aus Vilshofen (Bayern), der nach einer nächtlichen Zechtour mit dem Auto auf einen Parkplatz fuhr und im Wagen seinen Rausch ausschlief. Was er nicht wusste: Sein Auto stand auf dem Besucherparkplatz der Polizei, die ihn gleich morgens freudig begrüßte und zur Blutprobe einlud.

Ebenfalls ein böses Erwachen erlebte ein Schlafwandler in Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz). Er war nachts aus der Wohnung spaziert - nackt. Er wachte erst auf, als die Tür ins Schloss fiel. Der Nackedei blieb cool, bekleidete sich mit einer Fußmatte und hielt einen Autofahrer an, der wiederum die helfende Polizei rief.

Ihre liebe Not haben Ordnungshüter indes mit dreisten Bürgern. In Hamburg alarmierte ein 45-Jähriger in einem S-Bahnhof mehrfach über die Notrufsäule die Bundespolizei: Ein Kaugummi-Automat rücke trotz Geldeinwurfs keine Ware heraus. Am Ende bekam der Mann Besuch von einer genervten Streife, die ihn über "Sinn und Unsinn von Nothilfemitteln" aufklärte - und anzeigte.

Glück im Unglück hatten zwei Franzosen in Aix-en-Provence: Während einer Fahrt in einem privaten Krankentransporter hatte ein 72-Jähriger einen Herzstillstand erlitten. Als die Retter an der Unglücksstelle eintrafen, erlebten sie eine böse Überraschung: Auch der Fahrer des Krankentransporters hatte einen Herzstillstand erlitten, während er seinen Patienten wiederbelebte. Ende gut alles gut: Beide wurden von Notärzten gerettet und sind wohlauf.

Auch Zwischenmenschliches sorgt immer wieder für Heiterkeit. Im oberfränkischen Forchheim wollten zwei 15-Jährige ihre Freundschaft wie die Blutsbrüder Old Shatterhand und Winnetou besiegeln. Allerdings schnitten sie sich zu tief in die Finger. Ein Nachbar hörte die lauten Schmerzensschreie der beiden und rief den Krankenwagen.

Aus anderen Gründen schrien zwei Menschen in Adelaide (Australien) - monatelang, fünf Nächte in der Woche. Das Lustgebrüll des Liebespaares raubte einem Nachbarn den Schlaf. Die Polizei reagierte erst nach seinem 20. Anruf auf der Wache: Sie berief sich auf das Gesetz zur Lärmbekämpfung und verhängte 260 Euro Strafe samt der Auflage, im Schlafzimmer 72 Stunden absolute Ruhe zu geben - und künftig gedämpfter zu agieren.

Wenig appetitlich war der Nachtflug einer Passagierin der Airline Qantas. In der dunklen Kabine freute Victoria Cleven sich über eine Gratis-Packung Studentenfutter. Erst als sie sich über den etwas seltsamen Geschmack des Snacks wunderte, machte sie das Licht an und sah, dass blinde Passagiere aus der Packung quollen: Es waren Maden.

31.12.2012 - 08:30 Uhr

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