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Heilbronn

Verdacht gegen weiteren Arzt an den SLK-Kliniken

An Heilbronns SLK-Kliniken gibt es einen weiteren Arzt-Skandal. Ein Neurologe ohne Approbation war berauscht aufgegriffen worden.

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HANS GEORG FRANK

Heilbronn Der Skandal um die Anstellung eines Arztes ohne gültige Zulassung an der Heilbronner SLK-Klinik weitet sich aus. Am Wochenende ist bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft bereits seit September 2012 gegen einen Mann ermittelt, der an einem Krankenhaus der von Stadt- und Landkreis getragenen Gesundheitsholding anscheinend in stark berauschtem Zustand aufgegriffen worden ist. Dabei hat sich herausgestellt, dass der Mann überhaupt keine notwendige Approbation besitzt.

Eine Woche nach der Entlarvung des niederländischen Neurologen Ernst J. S., der trotz strafrechtlicher Verfolgung in seiner Heimat seit 2011 immer wieder im SLK-Klinikum am Gesundbrunnen in Heilbronn beschäftigt wurde, sind Geschäftsleitung und Aufsichtsrat des größten Krankenhausunternehmens in der Region dem Vorwurf mangelnder Kontrolle und Transparenz ausgesetzt. Der "Heilbronner Stimme" war zugetragen worden, dass auch im Bad Friedrichshaller SLK-Klinikum am Plattenwald bei einem Neurologen nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein soll. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin bestätigt, dass der Facharzt im September 2012 entdeckt worden sei, als er unter starker Wirkung von Drogen oder Medikamenten gestanden haben soll. Der Arzt soll sich in seinem Auto befunden haben. Als gegen ihn wegen des Verdachts der fahrlässigen Trunkenheit am Steuer ermittelt wurde, stellte sich heraus, dass er über keine gültige Zulassung verfügt. Welchen Aufgaben der Neurologe seit welchem Zeitraum nachging, ist nicht bekannt.

Obwohl das SLK-Direktorium und der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Heilbronns Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach, eine Aufklärung des Skandals um Ernst J. S. zugesichert haben, wurde der Vorgang am Plattenwald verschwiegen. Dabei war der Niederländer J. S. auch dort vertretungsweise eingesetzt. Allem Anschein nach unterblieb eine gründliche Überprüfung der Beschäftigungsverhältnisse.

14.01.2013 - 08:30 Uhr

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