Auf der Südtangente in Rottenburg blieben Busse und Laster hängen, selbst auf den Bundesstraßen in der Region gab es teils erhebliche Probleme. Dem Berufsverkehr setzte der Wintereinbruch in den Kreisen Tübingen und Reutlingen am Donnerstagvormittag zu. Knapp 15 Unfälle zählte die Polizei im Kreis Tübingen, in der Stadt Reutlingen waren es 22.
Kreise Tübingen/Reutlingen. Größere Verkehrsbehinderung gab im Berufsverkehr auf der Südtangentebei Rottenburg. Dort blieben kurz nach 7 Uhr mehrere Laster und Busse liegen, die Strecke wurde kurze Zeit voll gesperrt. Der Verkehr aus Richtung Weiler wurde über einen Beiweg umgeleitet. Erst als die zum Teil quer stehenden Fahrzeuge etwa anderthalb Stunden weggeschafft worden waren und die Fahrbahn frei war konnte der Verkehr wieder rollen.
Zwei Unfälle gab es gegen 6 Uhr auf der schneeglatten B 27 bei Kirchentellinsfurt. Ein bisher Unbekannter wollte von Kirchentellinsfurt in Richtung Tübingen auf die Bundesstraße einfädeln, kam wegen der Glätte ins Schleudern und geriet auf den rechten Fahrstreifen.
Dort war eine 28-jährige Reutlingerin unterwegs, die stark abbremsen musste und gegen die Mittelleitplanke prallte. Der Unfallverursacher fuhr einfach weiter. Wegen dieses Unfalls geriet kurz darauf ein 31-jähriger Opelfahrer beim Abbremsen ebenfalls ins Schleudern. Er geriet auf die linke Fahrbahn und prallte dort ins Heck eines Toyotas, den eine 47-jährige Tübingerin fuhr. Sie zog sich bei dem Unfall leichte Blessuren zu.
Im Kreis Reutlingen verzeichnete die Polizei 22 witterungsbedingte Unfälle mit vier leicht Verletzten und einem Schaden von rund 50.000 Euro. Allein 15 der Unfälle ereigneten sich in Reutlingen seinen Vororten. Da die Räumdienste fast im Dauereinsatz waren, blieben die Hauptstraßen und auch die Albaufstiege gut befahrbar, größere Behinderungen gab es nicht.
Wegen nicht angepasster Geschwindigkeit und Schneeglätte geriet eine 47-jährige Rottweilerin um 6.15 Uhr in Ofterdingen beim Abbiegen von der B 27 nach Mössingen ins Rutschen und stieß in der Ofterdinger Straße mit einem VW-Fahrer aus Reutlingen zusammen. Der 38-Jährige erlitt eine leichte Kopfprellung. An beiden Autos entstand Sachschaden in Höhe von etwa 3000 Euro.
Ebenfalls zu schnell unterwegs war kurz nach 5 Uhr ein 50-Jähriger von Rottenburg in Richtung Kreisverkehr Wendelsheim. Mit seinem Peugeot fuhr er links an der Verkehrsinsel vorbei über den Kreisverkehr und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Dabei überfuhr er ein Verkehrszeichen. Den Schaden an Auto und Schild schätzt die Polizei auf etwa 2000 Euro.