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Schlossbergtunnelsanierung und Poststraßenumbau

Wie die Stadt Tübingen den Verkehr bewältigen will

Muss es sein, dass die Poststraße ausgerechnet dann umgebaut wird, wenn auch der Schlossbergtunnel saniert wird? Die Stadtverwaltung kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Die Poststraßensperrung wird den Stau, der durch die Tunnelsanierung entsteht, nicht verstärken.

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Tübingen. „Es ist klüger, die Poststraße zu sperren, während der Tunnel saniert wird, als danach.“ Zu diesem Schluss kommt Baubürgermeister Cord Soehlke, nachdem er dem Problem auf den Grund gegangen ist. Dafür hat er sich die geplante Verkehrsführung im Zinserdreieck während der Poststraßensperrung noch einmal vorgeknöpft und macht nun Änderungsvorschläge. Die sollen aber noch mit den Anwohnern, im Planungsausschuss und im Gemeinderat besprochen werden.

Nutzen Sie die (gestern Nachmittag völlig leere) Poststraße, solange sie noch auf ist: In zwei ... Nutzen Sie die (gestern Nachmittag völlig leere) Poststraße, solange sie noch auf ist: In zwei Monaten wird sie dicht gemacht, trotz der Sanierung des Schlossbergtunnels. Ein Verkehrschaos bricht deshalb aber nicht aus, sagt die Stadtverwaltung. Trotzdem hat sie bei der Verkehrsführung im Zinserdreieck nachgebessert. Bild: Sommer

Die meisten Autofahrer, davon sind sowohl das Regierungspräsidium als auch Soehlke überzeugt, werden nach wie vor durch den Tunnel fahren. Von den täglich 39 000 Autos und Lastwagen werden nur zehn bis 15 Prozent ausweichen. Wer also weicht wohin aus und wie stark sind welche innerstädtischen Straßen durch die Poststraßensperrung zusätzlich belastet?

 Von Rottenburg nach Lustnau:

Bisher kann man am Bahnhof vorbei über die Poststraße, Friedrichstraße in die Mühlstraße und weiter nach Lustnau fahren. Das geht nun nicht mehr, weil nach dem Hauptbahnhof für Autofahrer Schluss ist. Wer trotzdem einfährt, muss hinterm Busbahnhof am Postgebäude vorbeifahren und nach links zurück in die Europastraße. Nur Anlieger dürfen am Bahnhof weiterfahren: Sie biegen nach links in die Karlstraße ein, dürfen dann aber nicht geradeaus in die Mühlstraße fahren, sondern müssen rechts in die Friedrichstraße abbiegen. Es bleibt also nichts anderes übrig, als vor dem Bahnhof auf die B 28 zu fahren. Dort wird für Einfädler eine Extraspur eingerichtet, ähnlich einer Autobahnauffahrt nach einer Baustelle.

Die gestrichelte Linie zeigt den Anliegerverkehr, die blauen Linien mit den Pfeilen symbolisieren ... Die gestrichelte Linie zeigt den Anliegerverkehr, die blauen Linien mit den Pfeilen symbolisieren die Verkehrsführung für den Individualverkehr. Grafik: ST / Karte: stepmap.de/OSM/CC-BY-SA

Von der Blauen Brücke nach Rottenburg:

Von der Blauen Brücke kommend geht es am Ende der Friedrichstraße für den Individualverkehr nur noch nach rechts auf die Neckarbrücke. Der Schlenker am Trautwein-Eck ist für Autos tabu. Das heißt, dass alle Autos und Lastwagen auf der B 28 bleiben und von dort auf die Landesstraße nach Rottenburg fahren müssen.

Von Reutlingen oder Rottenburg nach Lustnau:

Geht nach wie vor auf der Strecke durch die Innenstadt: Blaue Brücke, Friedrichstraße, Mühlstraße. Die Stadt rechnet damit, dass auf dieser Achse mehr Verkehr sein wird und ändert die Grünphasen auf der gesamten Strecke, um das Nadelöhr Lustnauer Tor nicht zu verstopfen. Diese Kreuzung hat sich als schwächster Punkt auf der Strecke zwischen Blauer Brücke und Lustnau herausgestellt.

Zur Rappenberghalde:

Die Zufahrt über die Friedrich- und die Europastraße ist nicht möglich. Der Vorschlag, die Uhlandstraße zu öffnen, wurde verworfen, weil diese Straße wegen der Baustelle am Uhland-Gymnasium zu eng ist. Es bleibt nur die Strecke über die Hegelstraße (B 28) und von dort über den Abzweig Richtung Rottenburg/Bahnhof zur Alleenbrücke.

Neu in der jetzigen Planung ist die Anwohnerstrecke von der Post über die Karl- in die Friedrichstraße. Als Anlieger gelten alle, die auf dieser Strecke etwas zu erledigen haben, also auch diejenigen, die vor dem Kaufhaus Zinser oder im Neckarparkhaus parken wollen.

Die Mühlstraße während des Poststraßenumbaus in beide Richtungen zu öffnen, kommt für Soehlke nicht in Frage. Durch den starken Busverkehr in der Mühlstraße und die Bushaltestellen auf der Neckarbrücke würde es zu Staus kommen.

Info: Über die geplante Verkehrsführung informiert die Stadtverwaltung am Dienstag, 5. März, 20 Uhr, im Casino.

07.02.2013 - 08:30 Uhr | geändert: 07.02.2013 - 15:28 Uhr

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