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Fundstätte der Alb-Venus

Vogelherdhöhle wird mit modernen Methoden untersucht

Archäologe Nicholas Conard (49) hat die ältesten Kunstwerke der Welt entdeckt. In diesem Sommer nun wollen sich die Wissenschaftler der Universität Tübingen im "Hohlen Felsen" bei Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) in Schichten aus dem Aurignacien vorarbeiten.

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In diesen bis zu 40 000 Jahre alten Schichten hatten Conard und sein Team 2008 eine Venus-Figur gefunden, die als älteste figürliche Darstellung der Welt gilt. Daneben wurde auch die berühmte Flöte dort entdeckt.

Zuletzt hatte der Professor im "Hohlen Felsen" vor allem in jüngeren Schichten gegraben, anstatt sich noch tiefer und somit weiter in die Vergangenheit vorzuarbeiten. "Auch das gehört zu einer systematischen Ausgrabung dazu", betont Conard. Im Juli und August sollen die Grabungen weitergehen.

Aber schon im Mai will das Team seine Arbeit in der Vogelherdhöhle im Lonetal bei Niederstotzingen (Kreis Heidenheim) fortsetzen. Dort hatten Archäologen 1931 ohne große Sorgfalt innerhalb weniger Monate die gesamte Höhle ausgegraben. Die Wissenschaftler durchsuchen nun mit modernen Methoden den gesamten Abraum von damals noch einmal nach kleinen Überresten von Eiszeit-Kunstwerken.

Durch die Grabungserfolge der vergangenen Jahre sind inzwischen viele Archäologen überzeugt, dass auf der Schwäbischen Alb vor 40 000 Jahren das erste Kulturvolk der Welt lebte. lsw.

04.01.2011 - 08:30 Uhr

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