per eMail empfehlen


   

Luft holen fürs Wochenende

Video vom Schokoladenmarkt: Volle Altstadtgassen

Die Chocolart wächst von Jahr zu Jahr und hat sich zu Tübingens größtem Besuchermagnet entwickelt. Den richtig großen Ansturm erwartet die Stadt aber erst an diesem Wochenende.

Anzeige


Christine Laudenbach

Tübingen. Im vergangenen Jahr kamen knapp 300.000 Besucher der Schokolade wegen auf den Tübinger Markt. Handel- und Gewerbeverein und Stadt gehen für dieses Mal von mindestens ebenso vielen aus.

Oberbürgermeister Boris Palmer bekannte bei der Markteröffnung am Dienstag: „Meine einzige Sorge ist, dass wir die Altstadt erweitern müssen und irgendwann nicht genug enge Gassen haben.“

Mit dem Riesenansturm rechnet das Organisationsteam um Hans-Peter Schwarz von „Tübingen Erleben“ aber maximal am Wochenende. Und auch Rainer Kaltenmark vom städtischen Ordnungsamt ist mit diversen Konzepten, zur Sicherheit und sanitären Anlagen beispielsweise, auf den Besucheransturm vorbereitet.

Bummeln in Gesellschaft. Am zweiten Adventswochenende ist in Tübingens Altstadtgassen niemand ... Bummeln in Gesellschaft. Am zweiten Adventswochenende ist in Tübingens Altstadtgassen niemand allein. Bild: Metz

Bislang ging es tatsächlich noch relativ entspannt zu in der Stadt. Die Busse entlang der Europastraße fanden genug Platz. „Der Donnerstag war diesmal der schwächste Tag“, sagt Schwarz. „Das wechselt von Jahr zu Jahr, aber ein ruhigerer Tag ist immer dabei.“

Manche Besucher hätten es da gerne etwas dichter gehabt. Die Stuttgarterin Ursula Krieg und Christa Spegel aus Ludwigsburg beispielsweise. Auf das Markt-Gedränge angesprochen konnten die beiden nur lachen. Eigentlich waren die Rentnerinnen nach einem Kontrolltermin im Klinikum auf der Suche nach dem Weihnachtsmarkt. Ihr Resümee: „In Stuttgart ist es viel voller!“

Spätestens am Samstag hat sich das geändert. Die Tübinger Gassen waren proppevoll. Ein Durchkommen war kaum möglich. Bei Schwarz gingen allein 60 Busanmeldungen für Samstag ein, und über Facebook weiß er von etlichen, die sich aufs süße Markttreiben in Tübingen freuen.

Tübingen für Chocolart-Touristen
Von jeder Großveranstaltung werden laut Rainer Kaltenmark auch organisierte Bettlergruppen angezogen, er rät auf Tasche und Geldbörse zu achten. Weil Tübingen kein richtiges Bus-Hotel hat, kommen die meisten Besucher als Tagestouristen.
Busse parken am neuen Omnibusparkplatz und auf dem Festplatz.
Die Buchungen der Pauschalpakete (Markt und Mittagessen) blieben beim Bürger- und Verkehrsverein mit rund 800 im Vergleich zum Vorjahr konstant. „Das kann noch mehr werden“, sagt Geschäftsführerin Gabriele Eberle.


09.12.2012 - 08:30 Uhr | geändert: 09.12.2012 - 14:03 Uhr

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Bildergalerien und Videos

Mobil ohne Auto 2014 im Neckar-Erlebnis-Tal

Umbrisch-Provenzalischer Markt in Tübingen 2014

Tübinger Erbe-Lauf 2014

Demonstration gegen Tierversuche

Primaten, Proteste, Palmer

Die drei Lieblingsorte der Kirchentellinsfurter Bürgermeisterkandidaten: Bernd Haug

Die drei Lieblingsorte der Bürgermeisterkandidaten: Petra Kriegeskorte

TV Derendingen schlägt SV03 Tübingen 4:1 Millipay Micropayment

Ammerbucher Fliegerfest 2014

Stadtfest in Mössingen: Erst feucht, dann fröhlich

Horst Raichle, Bürgermeisterkandidat Kirchentellinsfurt

Trailer zum Poltringer Fliegerfest 2014

SV Seebronn schlägt SV Hailfingen 5:1 Millipay Micropayment

Die Dirndlknacker in Hirrlingen

Walter Tigers präsentieren das neue Team

SSC Tübingen schlägt TSG II mit 5:1 Millipay Micropayment

Toter und Totalschäden: Ein Massencrash zum Üben

Friedrichstraße feiert ihr neues Gesicht

Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Anzeige


Die Woche im Rückklick
Auf solchen Booten kommen die Flüchtlinge nach Italien. Wer diese Fahrt überlebt, braucht dringend ...

Wissen, was war

Die Woche vom 13. bis 19. September: Flüchtlinge hinters Landratsamt und weiter Debatte um Tübinger Tierversuche

Aktive Singles auf
date-click
Anzeige


Zeitzeugnisse
Anton Schäfle in Uniform. Das Bild entstand Anfang Februar 1917.

„Ich habe nämlich erbärmlich Hunger“

Der 18-jährige Musketier Anton Schäfle hat seinen Eltern seit seiner Ausbildung zum Soldaten im November 1916 bis zu seinem Fronteinsatz im Juni 1917 Briefe und Feldpostkarten geschickt. Die Wannweilerin Claudia Treutlein hat die Texte entziffert, fehlende Informationen recherchiert, alles dem TAGBLATT für die Veröffentlichung überlassen. Briefe und Karten sind ein Zeugnis des Hungers, den die Soldaten im Ersten Weltkrieg an der Front erleiden mussten. Nicht nur deshalb konnte sich Anton Schäfle für den Ersten Weltkrieg nicht begeistern; der Hof daheim war ihm viel wichtiger.

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion