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Tübingen

VCD: Intercity hilft nur vorerst

Tübingen. Mit dem täglichen Intercity Tübingen-Düsseldorf hat die Unistadt „den lange überfälligen Anschluss an das Fernverkehrsnetz bekommen“.

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Der Tübinger Kreisverband des Verkehrsclub Deutschland (VCD) freut sich, dass es nun möglich ist, „umstiegsfrei“ von Tübingen bis ins Rheinland nach Düsseldorf zu gelangen. Da könne man immerhin das Fahrrad mitnehmen, das in den Intercity-Express-Zügen (ICE) ausgesperrt bleibe.

Diese „frohe Nachricht“ werde aber überschattet von dem Beschluss, dass Stuttgart 21 gebaut werden soll. Mit den mehr als 4,1 Milliarden Euro werde, so der VCD, der funktionierende Stuttgarter Bahnhof zerstört. Frank Heuser vom VCD Tübingen: „Die Bahnnutzer aus der Region Tübingen werden nun öfter im wahrsten Sinne des Wortes in die Röhre gucken.“

Für Reisende aus „nichtelektrifzierten Regionen“ wie Tübingen werde Umsteigepflicht bestehen. Viele Züge würden künftig im Tunnel auf die Einfahrt in den überlasteten Bahnhof warten. Die acht geplanten Stuttgart-21-Gleise seien gegenüber den bisherigen 16 viel zu wenig.

Noch mehr Verspätungen und verpasste Anschlüsse würden die Folge sein – nicht nur in der jahrelangen Bauzeit. „Wenn die Politik den Bahnverkehr weiter mit solchen Projekten fördert“, spottet Heuser, werde man Fernreisen „nur noch mit dem Fahrrad pünktlich machen können“.

17.12.2009 - 08:30 Uhr

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