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Tübingen wächst

Über 88.500 Einwohner gab‘s noch nie

Die Universitätsstadt wird auch in diesem Jahr wachsen. Ende Oktober lag die Zahl der in Tübingen mit Hauptwohnsitz gemeldeten Bürger deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres.

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Tübingen. Ende vergangenen Jahres lag die offizielle Einwohnerzahl noch bei 87 900. Zu Beginn des Sommersemesters 2010 wurden 88 000 erstmals überschritten, um dann zur Jahresmitte etwa bei diesem Wert einzupendeln. Weil der Stichtag 30. Juni für die Zuweisung der Steueranteile ausschlaggebend ist, bedeutet dies eine jährliche Mehreinnahme von etwas über einer Million Euro für die Stadtkasse.

Doch die Einwohnerzahl ist auch danach, vor allem mit dem Beginn des Wintersemesters, noch einmal kräftig angestiegen. Zurzeit hat Tübingen etwa 88 500 Einwohner, so viele wie noch nie. „Wir sind die am schnellsten wachsende Stadt in Baden-Württemberg“, kommentiert OB Boris Palmer die Entwicklung, „das ist der Erfolg unserer Innenentwicklung.“

Diese neuesten Zahlen dürften jene beruhigen, die einer Ende Oktober im Reutlinger Gemeinderat vorgestellten Studie des Berliner Empirica-Instituts über den regionalen Wohnungsmarkt entnahmen, dass Reutlingen zum Zuzugsgebiet für junge Familien aus der Universitätsstadt werde. Tübingen sei „die klassische Verliererstadt“, hatte es dort geheißen, weil ihre Gebäudestruktur vom Geschosswohnungsbau, also von Mehrfamilienhäusern geprägt sei, während Reutlingen einen sehr hohen Anteil an Einfamilien-Häusern habe.

ec

07.11.2010 - 08:30 Uhr | geändert: 07.11.2010 - 15:08 Uhr

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