Mit Johanna Zeul
Udo Lindenbergs Panikpreis-Halbfinale steht
Die Ex-Reutlingerin Johanna Zeul hat gute Karten, im Juli bei Udo Lindenbergs Tübinger Hesse-Festival mit aufzulaufen.
Stifter und Hesse-Fan Udo Lindenberg.
Tübingen. Wie schon berichtet, verlegen der Altrocker (und bekennende Hermann-Hesse-Fan) Udo Lindenberg und seine Calwer Lindenberg-Stiftung das allzweijährliche Festival diesmal von Calw nach Tübingen, und zwar auf den Parkplatz „Alte Chemie“ an der Wilhelmstraße (am 24. Juli, Beginn: 17 Uhr). Schirmherrin ist die Tübinger Uni, Medienpartner unter anderem das SCHWÄBISCHE TAGBLATT.
Dabei greift Lindenberg samt Panikorchester nicht nur selbst zum Mikro. Vorher wird der Panikpreis ausgespielt, und zwar zwischen jungen Bands und Musikern, „die gegen den Strom schwimmen“ oder auch „neue Wege gegen das Mitmarschieren in der Masse suchen, die provokant schreiben und sich nicht anpassen an der Superstar-Schrott“, wie Lindenberg vorgibt. Dem Sieger winken 3000 Euro und der Tübinger Auftritt neben Lindenberg und Band.
Der Tübinger Auftritt bleibt Lindenbergs einziger auf festem Boden in diesem Jahr, denn ansonsten ist der Meister nur auf schwankenden Planken unterwegs, auf hoher See mit „Rock the Ocean“. Karten kosten im Vorverkauf 27.50 Euro. Ein Teil davon geht an das südafrikanische Anti-Aids-Projekt Hope Cape Town.
Aus den 170 Bewerbungen für den Panikpreis hat eine Jury jetzt 18 Bands oder Solist(inn)en in die Vorrunde geschickt. Darunter Johanna Zeul, Thomas Felders Tochter und Absolventin der Landes-Popakademie. Die jetzt in Berlin lebende Sängerin und Texterin hat sich mit drei Liedern beteiligt: „Schiffe versenken“, „Ich schwör“ und „Sandmann“. Im Juni werden in Hamburg die sechs Finalist(inn)en ermittelt, die dann am 24. Juli beim Hesse-Festival in Tübingen jeweils zwei Titel live spielen und sich damit dem Urteil der Jury stellen.wit