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Frauenfußball im symbolischen Stillleben

Tübinger Max Eicke gewann beim Jugendfotopreis

Tübingen / Berlin. Seinen Titel „Freundinnen müsste man sein“ könnte der Liedermacher Funny van Dannen für diese beiden Freundinnenbilder geschrieben haben. Das Foto aus neuerer Zeit schuf der Tübinger Max Eicke nach dem ungefähr 16 Jahre alten Vorbild aus einem Fotoalbum.

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Artikelbild: Tübinger Max Eicke gewann beim Jugendfotopreis

Er stellte das Bild, das die beiden Tübingerinnen Nora Simminger und Lea Beck-Knoll im besten Kindergartenalter zeigt, in der Jetztzeit mit den beiden jungen Frauen nach. Man sieht gleich an der Art und Weise, wie sie sich anstrahlen, dass die Beiden immer noch gute Freundinnen sind. Die Umgebung ist wegen Umzugs nicht mehr die Gleiche geblieben, aus dem Kissen von einst wurde ein Sitzsack.

Artikelbild: Tübinger Max Eicke gewann beim Jugendfotopreis

Und da die Lieblingspuppen der Mädchen mittlerweile verschollen sind, wurden sie durch Plüschtiere ersetzt. Weniger ums haargenaue Nachstellen eines Motivs ging es Eicke. „Die Idee war mir wichtig,“ betont der 20-Jährige, der zurzeit in Dortmund Fotografie studiert. Seine Bilder von Lebensfreude und Freundschaft gewannen beim Deutschen Jugendfotopreis, dem wichtigsten derartigen Wettbewerb für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, den dritten Preis und 200 Euro.

Max Eicke Archivbild: Metz Max Eicke Archivbild: Metz

Die Freundinnen-Serie reichte der ehemalige Tübinger Waldorfschüler zum Thema „Mein Dreamteam“ ein. Eigens zur Frauenfußball-WM war die Preis-Sonderausgabe ausgeschrieben worden. Der Fotograf räumte außer dem dritten auch noch gleich einen ersten Platz beim Thema „Wir! Sind! Fußball!“ ab (500 Euro).

Speziell mit Frauenfußball sollten die Bildartisten sich dabei beschäftigen. Nachdem Eicke rund sechs Wochen die Damenabteilung der Unterjesinger Fußballer mit der Kamera beobachtet hatte, fand er einen symbolischen Zugang zum Thema.

„Es ist wichtig, länger am Ball zu bleiben und sich Vertrauen zu erarbeiten“, stellte er fest. Torhüter-Handschuhe und BH auf einem Stuhl geparkt, prächtige Ohrringe, die am Drahtzaun auf ihre Spielerin warten, schlanke Frauenbeine mit geschundenem Knie und verbundenem Schienbein – all das fing er im Bild ein.

Fotografie ist für Max Eicke zur eigenen „Perspektive auf die Welt geworden“, demnächst wird er eine Assistenzzeit bei einem Berliner Fotografen verbringen. Sein Traum von Zukunft: Einmal Fotoreportagen für Magazine zu machen.ust / Bilder: Eicke, privat

Info Online kann das Publikum noch mitwählen, bis zum 18. Juli lassen sich unter www.jugendfotopreis.de die besten Bilder voten. Siehe auch die Website www.maxeicke.de

12.07.2011 - 08:30 Uhr

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