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Hochgesteckte Frisuren, hochgesteckte Anforderungen

Starfriseur Udo Walz und Disco-Ambiente lockten 200 Jugendliche

Tübingen. Bei einer Steckfrisur ist ein Udo Walz nicht weit: Mit viel Trubel besuchte der Berliner Star-Friseur am Montag die Tübinger Disco Top 10. Dorthin hatten acht Friseur-Meister aus der Region zum „Azubi-Casting“ eingeladen – darunter vier Salons aus Tübingen und einer aus Reutlingen. Die Idee: Die Szene-Umgebung und der Star sollten potenzielle Auszubildende anlocken.

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Fabian Ziehe

Walz plauderte über seine eigenen Lehrzeit – er war der Drittschlechteste unter den 600 Azubi-Kollegen seines Jahrgangs. „Allerdings war ich nicht völlig talentfrei.“ Die eigene Begabung konnten die 200 Besucher an fünf Stationen testen. Dort ging es etwa um Haarverlängerung, Glätteisen und Lockenwickler.

Auch Massage und Styling hat mittlerweile mancher Coiffeur im Angebot: Nur „Waschen, Schneiden, Legen“ reichen nicht mehr, um sich von Discount-Friseuren abzuheben, sagt Salon-Inhaber Eckhard Riedel aus Derendingen. „Daher wird es immer schwieriger für uns, Nachwuchs zu finden.“

Artikelbild: Starfriseur Udo Walz und Disco-Ambiente lockten 200 Jugendliche Bild: Ziehe

Die demografische Entwicklung habe zur Folge, dass geeignete Azubis in allen Branchen immer begehrter werden. „Wir wollten daher mit dem Casting etwas ausprobieren, was so noch nicht versucht wurde“, sagt Riedel. An einem Infotisch konnten sich die Besucherinnen im Anschluss mit den Meistern austauschen.

Anders als man es von Talent-Shows à la Dieter Bohlen kennt, casteten sich so beide Seiten gegenseitig. Manche verabredeten einen Schnuppertag zum Kennenlernen. Die 15-Jährige Alica Kuster war mit ihrer Mutter extra aus Burladingen gekommen – wegen Udo Walz, aber nicht nur: „Ich interessiere mich auch sehr für den Friseurberuf.“

16.02.2011 - 08:30 Uhr | geändert: 18.02.2011 - 15:30 Uhr

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