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„Alles wird guat, ihr liaba Leit“, versprachen die Rathausstürmer

OB Boris Palmer und sein Gefolge wurden ihrer Ämter enthoben

Tübingen. Wenn ein lautstarkes „Narri Narro“ über den Tübinger Marktplatz tönt, dann ist es wieder so weit: Die Narren haben die Oberhand gewonnen und das Rathaus erfolgreich gestürmt.

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Obwohl Oberbürgermeister Boris Palmer die Angreifer mit Schneebällen in Schach halten wollte, musste er bereits nach wenigen Minuten das Zepter aus der Hand geben. Der goldene Schlüssel ist somit für Anfang dieser Woche in Narrenhand.

Die in den zeitlich befristeten Ruhestand versetzten Boris Palmer (mit blauer Perücke) und Michael Lucke erhalten ein Elftel ihrer bisherigen Bezüge, „um ein karges, aber weiterhin sorgloses Dasein in unserer schönen Narrenstadt zu fristen“, verkündete Horst Knöpfler, stellvertretender Zunftmeister des Rosecker Fasnetclubs vom Balkon des Rathauses.

Artikelbild: OB Boris Palmer und sein Gefolge wurden ihrer Ämter enthoben

Die Baubürgermeisterin erhält ein lebenslanges Aufenthaltsrecht in der Mühlstraße, die zur Tübinger Festmeile erklärt werden soll. Alle Nägel, die sie „nei g‘schlaga hot“, soll sie eigenhändig wieder rausziehen. Die 300 Narren der neun Tübinger Narrenzünfte feierten dies mit Schlachtrufen und lautstarkem Geschell. Allerdings wurden die Hästräger erstmals aus Sicherheitsgründen nicht ins Rathaus eingelassen.

dro/jfl/Bild: Sommer

15.02.2010 - 18:15 Uhr | geändert: 15.02.2010 - 18:28 Uhr

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