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Kinderhaus zu teuer

Kirche will doch nicht Träger im Mühlenviertel werden

Derendingen. Der Evangelische Kirchenbezirk Tübingen zieht seine Bewerbung um die Trägerschaft für das Kinderhaus im Derendinger Mühlenviertel zurück.

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Das teilte Dekanin Marie-Luise Kling-de Lazzer gestern Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer mit. Die Entscheidung war am Donnerstag zwei Tage nach einem Gespräch mit der Stadt „aus finanziellen Gründen“ getroffen worden, so die Kirche in einer Pressemitteilung. Man sei an einer Trägerschaft sehr interessiert gewesen.

Die „mehrfach verschärften Vorgaben der Stadt“ hätten den für den Kirchenbezirk noch finanzierbaren Rahmen jedoch in mehreren Punkten gesprengt. Jährlich wären nun rund 44 000 Euro aus Kirchensteuermitteln nötig gewesen. Nicht tragbar sei insbesondere, dass die Stadt ihre Zuschüsse für fünf Jahre einfrieren wolle – obwohl sie von einer jährlichen Kostensteigerung von rund zwei Prozent ausgehe.

So kämen jährlich Mehrkosten von 8000 Euro zusammen, im fünften Jahr dann 40 000 Euro. Da die kirchlichen Erzieherinnen besser bezahlt würden, kämen noch 20 000 Euro dazu. Außerdem sei der Landeszuschuss bis 2008 direkt überwiesen worden, nun fließe er über die Kommunen: Die Stadt rechne so jährlich 23 000 Euro auf ihren Zuschuss an. Bei der öffentlichen Anhörung zur künftigen Trägerschaft am Dienstag im Derendinger Rathaus wird die Kirche nicht vertreten sein.

20.03.2010 - 08:30 Uhr
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