Die Höhlen-AG der Gewerblichen Schule in Tübingen hat zwei Sieger in ihren Reihen.
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Matthias Martin und Maike Lambarth von der Gewerblichen Schule in Tübingen überzeugten die Jury bei „Jugend forscht“. Als Landessieger vertreten sie Baden-Württemberg nun beim Bundeswettbewerb im Mai in Kiel. Bild: Bosch
Tübingen. „Die Freude bei den Schülern ist riesig!“ Das mailte Lehrer Manfred Brenner, kurz bevor er sich gestern mit der Arbeitsgemeinschaft verabschiedete. Bis Montag werden die AG-Mitglieder Höhlen im französischen Jura erkunden.
Den Tübinger Matthias Martin und die Weiteringerin Maike Lambarth fasziniert es schon lange, Höhlen zu erkunden. Auch die Siegerarbeit der 19-Jährigen dreht sich um ihr Hobby. Ihre Arbeit über „Markierungsversuche in der Falkensteiner Höhle“ kam bei der Jury so gut an, dass die beiden (wie gemeldet) das Ticket zum Bundeswettbewerb vom 19. bis 22. Mai in Kiel gewannen.
60 Projekte von 110 Mädchen und Jungen konkurrierten beim Landeswettbewerb in Stuttgart. Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften wird das Duo vom Technischen Gymnasium – mit sieben anderen Landessieger-Teams aus anderen Disziplinen – Baden-Württemberg repräsentieren und um den Bundessieg kämpfen. Martin und Lambarth entwickelten ein umweltschonendes Verfahren, mit dem sie Fließgewässer in der Höhle auf der Schwäbischen Alb zwischen Grabenstetten und Bad Urach markieren und Wasserproben mit Ionenchromatographen untersuchen können.
Bei der Auswertung ihrer Daten fanden die Jungforscher Unterschiede in der Zusammensetzung einiger Quellen. Die Höhlenforschungsgruppe Pfullingen stieß auf die spezielle Methode der Tübinger Gymnasiasten. Sie werden nun im Auftrag der Pfullinger am Sonntag, 10. April, einen Markierungsversuch in der Brunnensteinhöhle starten.
Die Höhlen-AG gibt es seit fast neun Jahren. Mitglieder punkteten mehrfach bei „Jugend forscht“. Matthias Martin und Partner Christoph Bulian gewannen mit einem zweiten Projekt ein Praktikum im Geo-Forschungszentrum Potsdam.