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Ein Gefühl fürs Klima im Haus

Effiziente Umbaumaßnahmen auf der "fdf"

Halle 17 auf der Familienausstellung „Für die Familie (fdf)“ in Tübingen steht ganz im Zeichen erneuerbarer Energien. In der Sonderausstellung „Treffpunkt Energie“ beraten verschiedene Organisationen zu effizienten Hausmodernisierungen.

Simon Wörpel

Tübingen. „Energieeffizient Sanieren rechnet sich“, sagt Bernd-Thomas Hamm, und fügt hinzu: „Wenn man richtig rechnet.“ Hamm ist Geschäftsführer der „Agentur für Klimaschutz“ in Tübingen. Er berät an seinem Stand in Halle 17 Hausbesitzer, die ihr Haus, meistens einen Altbau, sanieren möchten.

Auf der Familienmesse „fdf“ beraten verschiedene Organisationen umfassend zu energieeffizienten ... Auf der Familienmesse „fdf“ beraten verschiedene Organisationen umfassend zu energieeffizienten Sanierungen, hier am Stand von „Zukunft Altbau“. Bild: Metz

Hamms Rechnung: „Wenn jemand sowieso sanieren will, darf man nicht die Investitionskosten in Rechnung stellen, die man auch bei nicht-energieeffizienten Maßnahmen hätte.“ Die laufenden Kosten für die nächsten Jahre seien aber geringer, sodass sich auch höhere Investitionen lohnten.

Zuerst beraten, dann planen

„Energiesparen und erneuerbare Energien erfreuen sich großer Beliebtheit“, sagt Claudia Rist von „Zukunft Altbau“. Diese Informationskampagne vom Umweltministerium Baden-Württemberg soll Hausbesitzer neutral bei ihren Hausmodernisierungen begleiten und beraten. Auch „Zukunft Altbau“ ist mit einem Beratungsstand im Zelt von „Treffpunkt Energie“ vertreten. Diese Sonderschau im Rahmen der „fdf“ findet bereits zum zweiten Mal statt, nachdem sie im vergangenen Jahr, so Rist, großen Anklang gefunden habe. „Unser gemeinsames Ziel ist kostenlose Beratung. Kein Verkauf und kein Vertrag“, versichert Hamm.

Er und die Mitarbeiter von „Zukunft Altbau“ bieten eine „Erstberatung“ an. Sie ist an Hausbesitzer gerichtet, die ihre Fassade erneuern, ihre Fenster austauschen oder ihre Heizung modernisieren möchten. Bei der Erstberatung bringen Interessierte die Baupläne und Skizzen ihres Hauses, Angaben zum Energieverbrauch und Emissionsverhalten sowie Informationen über ihre Heizung mit an den Beratungsstand. Daraus lässt sich dann die Energiekennzahl ermitteln und genauere Sanierungsmaßnahmen können besprochen werden. „Die Leute haben danach ein Gefühl, kein Konzept“, fasst Hamm das Beratungsziel zusammen. Es gehe darum, „für dieses Thema zu sensibilisieren“, so der Energieberater. Vor allem die Themen Haustechnik und Dämmung würden stark nachgefragt.

Nach der Erstberatung können sich die Bauherren in Listen eintragen, um eine individuelle Beratung mit Hausbesichtigung eines Energieberaters zu beantragen. Danach entsteht dann das fertige Sanierungskonzept. Die Berater werden von Hamms Klimaschutz-Agentur vermittelt und begleiten den ganzen Umbau-Prozess, der vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bis zu einem Drittel finanziert wird.

Dass es tatsächlich einen Trend zum energieeffizienten Umbau gibt, wie Claudia Rist sagt, kann Bernd-Thomas Hamm bestätigen. „Mehr als die Hälfte der Klienten unserer Erstberatung setzen entsprechende Sanierungen um“, sagt er. Ungefähr 520 Projekte mit einer durchschnittlichen Investitionssumme von jeweils 38 000 Euro sind das nach 1000 Beratungen in diesem Jahr. Drei Viertel der Aufträge gehen, so Hamm, an Firmen aus der Region. Hamms Ziel: „Wir wollen mindestens 3000 Beratungen im Jahr machen.“

So geht es weiter auf der Familienausstellung „fdf“

Heute steht auf der Messe die Musik im Mittelpunkt. Ab 13 Uhr sind Edith Prock, Oliver Thomas, Fernando Express und die Geschwister Popp in Halle 1-2 zu hören. Außerdem gibt es kostenlose Beratungsangebote von Architekten zu allen Themen rund um den Umbau in Halle 17 von 15 bis 18 Uhr. Ab Donnerstag werden mehrmals täglich Western-Shows von Fred Rai aufgeführt. Am Freitag geben die „Walter Tigers“ eine Autogrammstunde, und Kinder können bei der Architektenkammer von 14 bis 18 Uhr Solarspielzeug bauen. Die „fdf“ geht noch bis Sonntag, solange kann man sich auch noch in der Sonderschau „Treffpunkt Energie“ beraten lassen.

10.03.2010 - 08:30 Uhr | geändert: 10.03.2010 - 10:25 Uhr
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