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Heute soll das Leben toben

Afrika-Festival: Veranstalter erwarten viele Besucher

Donnerstag früh hat sich der Festplatz in einen afrikanischen Basar verwandelt, der Mittag stand im Zeichen des Wirtschafts- und Sozialforums. Nach einem verhaltenen Beginn hoffen die Organisatoren heute auf mehr Festival-Publikum.

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katharina mayer

Tübingen. Am Nachmittag tüftelte der ein oder andere der rund 60 Händler noch an der Stand-Dekoration herum oder unterhielt sich ausgiebig mit jenen Besuchern, die trotz Werktag und Reisezeit den Weg auf den Festplatz gefunden hatten. „Fast alle Markthändler sind da, einige kommen noch“, freute sich Susan Muyang Tatah vom Organisatoren-Team. „Das einzige, was noch nicht komplett ist, ist die Spielstraße.“ Die anwesenden Kinder störte das freilich nicht, sie bastelten in einem Zelt oder bolzten neben der Camping-Wiese.

Die Stände sind aufgebaut und dekoriert, nun warten die Händler auf die Besucher des ... Die Stände sind aufgebaut und dekoriert, nun warten die Händler auf die Besucher des Afrika-Festivals. Bilder: Mayer

Dass bis zum Nachmittag nicht allzu viele Besucher den Weg auf das Gelände gefunden haben, stört die Festival-Macherin nicht. „Na klar, heute ist Donnerstag, die Leute arbeiten noch.“ Ohnehin zeige die Erfahrung der vergangenen Jahre, dass der Donnerstag ein eher ruhiger Festival-Tag ist. Sie freut sich auch auf die Besucher aus dem Ausland und erwartet Gäste aus England, Belgien und den USA. „Das ist wirklich international.“

Artikelbild: Afrika-Festival: Veranstalter erwarten viele Besucher

Bei einem Gang über das Gelände betont sie, dass das Wort „international“ nicht zufällig im Namen des Festivals auftaucht. Zwar böten viele Händler Handgefertigtes aus Afrika an. Dennoch sei auch Asiatisches oder Arabisches zu finden. Vielfalt ist auch in der Catering-Zone angesagt. Dort gibt es an diversen Ständen Gerichte etwa aus Kamerun, Togo oder Ghana. Die Länder des afrikanischen Kontinents seien an dieser Stelle „zu einem großen Teil repräsentiert“. Auch ein Crêpe-Stand hat seinen Platz gefunden. „Für die Kinder“, schmunzelt Susan Muyang Tatah.

Nach fünf Jahren – die ersten beiden Jahre gastierte das Festival in Reutlingen – kenne man die Caterer, wisse auch, woher sie ihre Rohstoffe beziehen. „Wir haben die sehr pingelig ausgesucht“, sagt die Muyang Tatah. Ein großes offenes Zelt nahe der Bühne soll die Besucher vor sämtlichen denkbaren Wetterkapriolen schützen.

Das zweite Zelt gehört ganz dem Wirtschafts- und Sozialforum, das sich heute noch mit wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen befasst und morgen mit einer Podiumsdiskussion um 15 Uhr das Thema „Fairtrade als Alternative und Basis für den wirtschaftlichen und sozialen Austausch?“anreißt.

Donnerstagmittag befasste sich beispielsweise Nello Gaspardo von der Hochschule Reutlingen in seinem Vortag mit „Doing Business internationally“. Mitsamt der Frage, wie das erfolgreiche Geschäftemachen etwa mit der Körpersprache zusammenhängt. „Wenn ich ins Ausland gehe, dann muss ich den Partner dort nicht nur sprachlich verstehen, sondern auch seine Kultur.“ Da diese wiederum eng mit der Körpersprache zusammenhängt, sei eine Email kulturell bedingt manchmal einfacher als die Face-to-Face-Kommunikation. Wer Gaspardo und seinen überwiegend afrikanisch-stämmigen Zuhörern folgte, war hinterher auf jeden Fall ein wenig schlauer in Sachen internationale Körper-Kommunikation. Der Afrika-Markt ist heute ab 10 Uhr geöffnet, um 14 Uhr beginnt das Wirtschafts- und Sozialforum, um 16 Uhr beginnt das Streetart-Programm mit traditionell afrikanischen Tänzen und DJs, das nahtlos ins Bühnenprogramm mit Bands übergeht.

10.08.2012 - 08:00 Uhr | geändert: 10.08.2012 - 08:09 Uhr

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