Zu wenig Helfer, zu wenig Sponsoren: Dietmar Schneider hat das für den 10. und 11. September geplante Seifenkistenrennen auf der Seebronner Straße abgesagt.
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Dietmar Schneider, Organisator der Seifenkisten- Rennen 2009 und 2010 Archivbild: Mozer
Rottenburg. Die Seifenkisten-Rennen aus den 1950er Jahren sind in Rottenburg legendär. Im Jahr 2009 belebten Dietmar Schneider und Johann Wolf diese Tradition wieder. Mit Erfolg: Sowohl 2009 als auch 2010 kamen jeweils mehr als tausende Zuschauer an die Rennstrecke von der Festhalle hinunter zum Eugen-Bolz-Platz.
Eine dritte Neu-Auflage wird es nun aber nicht geben, jedenfalls nicht in diesem Jahr. Am Sonntagabend sagte Dietmar Schneider das für das zweite September-Wochenende geplante Rennen ab.
Den Ausschlag für die Absage gab der Rückzug des DLRG, sagte Schneider auf Nachfrage. Die Rettungsschwimmer und Ersthelfer hatten im vergangenen Jahr die Strecke gesichert. Auch zwei Ärzte waren für den Notfall dabei.
Trotz Strohballen-Barrikaden ist das Seifenkisten-Rennen nicht ungefährlich: Manche selbst gebastelten Fahrzeuge rasten mit mehr als 50 Stundenkilometern die Seebronner Straße hinab.
Aber auch sonst hatte Schneider große Schwierigkeiten, genügend ehrenamtliche Helfer zu finden. „Ich brauche fast 150 Leute für die ganze Aktion.“ Aus Rottenburg selbst hatten sich viel zu wenig Freiwillige gemeldet. So musste Schneider auch Helfer vom Motorsportclub Horb oder von der Hirschauer Narrenzunft anwerben. „Mir brach einfach die Organisation weg.“
Schon seit einigen Wochen zeichnete sich ab, dass dieses Jahr weniger Sponsoren als in den Vorjahren einsteigen wollten. Schneider beziffert die Vorbereitungskosten auf 14 000 Euro; für die meisten Verträge hatte er allerdings Ausstiegs-Klauseln vereinbart, damit er bei schlechtem Wetter noch hätte aussteigen können. Trotzdem wird Schneider nun auf rund 2000 Euro Werbekosten (unter anderem für Plakate) sitzen bleiben, die er bereits ausgegeben hat.
Für das Prominenten-Rennen hatte diesmal wieder der baden-württembergische Vekehrsminister Winfried Hermann zugesagt. Der gebürtige Rottenburger kennt das Seifenkistenrennen noch aus seiner Kindheit. Vor zwei Jahren sauste Hermann noch mit Oberbürgermeister Stephan Neher um die Wette.
Die Rottenburger Stadtverwaltung und die Stadtwerke hätten das Projekt auch in diesem Jahr tatkräftig unterstützt, betont Schneider. So denkt er bereits an einen neuen Anlauf im kommenden Jahr – vorausgesetzt, es melden sich genügend Helfer und Sponsoren.mi