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Fans sollen auch in die Stadt

Foreigner ist als erste Band fürs Seebronner Rock-of-Ages-Festival 2010 fest gebucht

Mit Foreigner steht ein Zugpferd fürs Rock-of-Ages-Festival Ende Juli fest. Der Veranstalter erhofft sich mehr Besucher denn je, von denen auch die Stadt profitieren soll.

hete henning
Foreigner heute: Von der Urbesetzung ist noch Gitarrist Mick Jones, der Mann mit dem karierten ... Foreigner heute: Von der Urbesetzung ist noch Gitarrist Mick Jones, der Mann mit dem karierten Tuch, dabei. Die anderen sind, von links nach rechts, Tom Gimbel (Saxofon), Bassist Jeff Pilson, der 2006 für Lou Gramm eingestiegene Sänger Kelly Hanson, Drummer Brian Tichy und, ganz rechts, Keyboarder Michael Bluestein. Bild: AgenturForeigner heute: Von der Urbesetzung ist noch Gitarrist Mick Jones, der Mann mit dem karierten Tuch, dabei. Die anderen sind, von links nach rechts, Tom Gimbel (Saxofon), Bassist Jeff Pilson, der 2006 für Lou Gramm eingestiegene Sänger Kelly Hanson, Drummer Brian Tichy und, ganz rechts, Keyboarder Michael Bluestein. Bild: Agentur

Seebronn. Die 1976 gegründete britisch-amerikanische Rockformation Foreigner, bekannt durch Ohrwürmer wie „Cold as Ice“, „Waiting for a Girl Like You“ und die Mitgrölballade „I Want to Know What Love Is“, ist die erste Band, die Veranstalter Horst Franz fürs diesjährige Rock-of-Ages fest buchen konnte. Mit wem er für die mittlerweile fünfte Auflage des Open-air am 30. und 31. Juli in Seebronn in Verhandlungen ist, behält der Ergenzinger Festivalmacher lieber für sich.

Dafür verrät er aber, welchen Künstler er nicht bekommen hat: Schock-Rocker Alice Cooper. „Wenn der mit seiner Guillotine aufkreuzt und sich auf der Bühne köpft, kann ich das nicht verantworten. Wir haben hier viele Kinder im Publikum.“ Nur mit Musik, aber ohne die ganze Blut- und Horrorshow aufzutreten, sei Cooper nicht bereit gewesen.

Die Eintrittspreise sind dieses Jahr die gleichen wie letzten Sommer (Festivalticket 69, Tagesticket 44 Euro, Kinder bis zehn Jahre frei und bis zum 15. Geburtstag die Hälfte). Knapp 1000 Eintrittskarten seien bereits verkauft, so Franz, vergangenes Jahr seien zum gleichen Zeitpunkt erst 600 Stück weg gewesen. Etwa 30 Prozent der Fans leisten sich dem Veranstalter zufolge das wohltätige „Tafel-Ticket“, das zwei Euro teurer ist. Das auf diese Weise zusätzlich eingenommene Geld soll als Spende an die Rottenburger Tafel gehen.

Eine weitere Neuerung in diesem Jahr ist ein separater Campingplatz für Leute, die es abseits des eigentlichen Festivalgeländes lieber ruhig haben. Auf diesem Camping-Areal soll Musikverbot herrschen, damit schlafen kann, wer schlafen will und, so Franz, „nicht die ganze Nacht Ramba-Zamba ist“. Genügend Flächen für Zelte und Wohnmobile stünden auf jeden Fall zur Verfügung, versichert Franz, inzwischen kämen die Landwirte schon von sich aus auf ihn zu. Vergangenes Jahr hatte es vorübergehend deutliche Camping-Engpässe gegeben, was einerseits am großen Interesse an Status lag und andererseits daran, „dass eine Wiese versehentlich nicht gemäht worden war“.

Zu Vermarktungszwecken hat sich Horst Franz in diesem Jahr mit der Rottenburger WTG (Wirtschaftsförderungs- und Tourismusgesellschaft) zusammen geschlossen. Diese macht nicht nur Werbung fürs Rock-of-Ages und verkauft erstmals auch Junior-Tickets, die es bisher nur übers Internet gab. Sie veranstaltet am ersten Nachmittag des Festivals auch eine Sonderführung in den Backstage-Bereich, geleitet von Horst Franz persönlich.

Zudem soll die WTG auch verschiedene Gespräche zwischen der Stadt und dem Festival-Organisator koordinieren, wie WTG-Chef Klaus Bormann erläutert. So schwebt Franz ein Bus-Shuttle in die Stadt vor, wo die Rockfans nicht nur bummeln oder Eis essen gehen sollen, sondern am besten auch gleich das Freibad besuchen – entweder kostenlos oder doch zu einem ermäßigtem Preis. Ob letzteres sich realisieren lässt, sagt Stadtwerke-Chef Martin Beer, sei noch offen und hänge unter anderem von der Zahl der zu erwartenden Badegäste ab und davon, ob es auch für Rottenburg etwas bringe. Die Busverbindung vom Festival in die Stadt ließe sich laut Klaus Bormann „problemlos“ verwirklichen: Man müsse für die regulären Busse aus Ergenzingen und Bondorf nur eine Behelfshaltestelle in Seebronn einrichten.

Horst Franz, der auch das Bang-your-Head-Festival in Balingen organisiert, hat ausgerechnet, dass dort nicht zuletzt wegen der Busverbindung jeder Festival-Besucher „50 bis 80 Euro“ in der Stadt liegen lässt, sei es für Sprit, in Gaststätten oder beim Einkaufen. Und, so Franz: „Wenn die Leute mitbekommen, dass es in Bondorf einen Supermarkt gibt, gehen sie über die Kreisgrenze und geben dort ihr Geld aus.“

Info

Die Ticket-Online hat die Telefonnummer 0 74 57 / 94 46 12. Mehr zum Festival im Internet unter www.rock-of-ages.de.

03.02.2010 - 08:30 Uhr | geändert: 09.02.2010 - 17:10 Uhr
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