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Brandstiftung in Hemmendorf

Drei Tage brannte das Stroh - Wehr wässerte vier Stunden lang

80 Feuerwehrleute waren in der Nacht zum Samstag in Rottenburger Ortsteil Hemmendorf im Einsatz, um mehr als 1.400 Stroh- und 600 Heuballen zu löschen. Das Feuer brannte so heftig, dass die Flammen nicht zu bezwingen waren. Deshalb brannte das Stroh bis zum  Montag weiter. Am Nachmittag wässerte die Wehr das Riesen-Strohfeuer vier Stunden lang mit 2.000 Liter Wasser pro Minute aus dem Krebsbach. Ob es gelöscht ist, wird sich zeigen. Laut Polizei hat ein Brandstifter das Feuer gelegt.

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hec

Eine weiße Rauchsäule ragte über Hemmendorf in den Himmel. Gleich neben der Straße Richtung Weiler brannte es - auch am Sonntagabend und am Montagmorgen noch. Erst am Montagabend wurde das Feuer mit 2.000 Liter Wasser pro Minute aus dem Krebsbach tüchtig gewässert. Etwa 2.000 Ballen Heu und Stroh lagerten neben der Straße, nahe des Rottenburger Teilorts.

Davon ist nichts mehr übrig, wenn das Feuer gelöscht ist. Und der Landwirt, dessen Ernte offenbar angezündet worden ist, musste selbst dabei helfen, das Stroh weiter brennen zu lassen. Mit einem Bagger schüttelte er die glühende Masse immer wieder auf, damit Sauerstoff an das Material kam und die Flammen wieder aufloderten. Selbst nach zwei Tagen waren die Flammen noch meterhoch.

Weil das Feuer zu groß war, konnte die Feuerwehr den Brand in der Nacht zum Samstag nicht löschen. Mit 600 Litern Wasser im Feuerwehrauto kam die erste Wehr aus Hemmendorf in der Nacht an - zu wenig. Auch als Verstärkung eintraf, war das Feuer nicht zu bezwingen. Deshalb beschlossen die Feuerwehrleute nachts gegen 1 Uhr, den riesigen Strohhaufen kontrolliert abbrennen zu lassen.

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Zwei Stunden hatten die Wehrleute mit den Flammen gekämpft. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Hemmendorf, Weiler und Dettingen. Der Löschzug der Rottenburger Abteilung Stadtmitte war dann nachalarmiert worden. Später rückte auch noch das Technische Hilfswerk aus Ofterdingen an, damit die Wehrleute an die Glut im meterhohen Strohhaufen kamen.

Die Polizei geht davon aus, dass der Brand gelegt worden ist. Zeugen hatten beobachtet, wie das Feuer außen an den meterhoch aufeinander gestapelten Ballen begann. Ein so genannter Heustockbrand kann damit ausgeschlossen werden. Wenn sich das Stroh selbst entzündet hätte, wäre das Feuer aus der Mitte des oben abgedeckten Lagers gekommen. Den Schaden beziffert die Polizei mit etwa 80.000 Euro.

Die Polizei sucht nach Zeugen, die in der Nacht etwas gesehen haben. Da in der Nähe ein schwarzer Kleinwagen mit Balinger Kennzeichen gesehen worden ist, bitten die Beamten den Fahrer, sich als Zeuge unter Telefon 07071/9728660 bei der Kriminalpolizei zu melden.

Die Straße von Hemmendorf nach Bodelshausen war für Autofarer, die aus Richtung Rottenburg oder Hirrlingen kamen, komplett gesperrt.

23.08.2010 - 08:27 Uhr | geändert: 24.08.2010 - 09:57 Uhr

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