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Feuerbestattung für eine Heilige

Der Baisinger Musikverein Frohsinn trug die Fasnet zu Grabe

Baisinger. Eine 50-köpfige Trauergemeinde verabschiedete sich gestern Abend von der diesjährigen Fasnet.

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Artikelbild: Der Baisinger Musikverein Frohsinn trug die Fasnet zu Grabe

Der Musikverein Frohsinn hatte die Aufgabe übernommen, der Fünften Jahreszeit einen würdigen Abgang zu verschaffen. Drei Messdiener und ein Pfarrer sorgten dafür, dass das Ritual ordnungsgemäß ablief.

„Ehre dem Bierbrauer, damit das Bier immer läuft und uns berauschet an diesem Tage, der da hoffentlich nächstes Jahr wieder kommt“ – diesen Satz ließ der Geistliche, im Alltag Braumeister Bernd Edele, die Gemeinde nachsprechen, bis er saß. Damit auch die Kinder verstanden, was es mit der „Heiligen Fasnet“ auf sich hat, legte er eins der zehn Gebote nach: „Du sollst nicht mit dem Fernglas nach der Frau Deines Nachbarn schauen, auch wenn diese Körbchengröße DD hat.“

Zwei Messdiener trugen den Sarg hinter die Schloss-Scheuer, hoben die Leiche – eine Strohpuppe – heraus, hängten sie an ein Holzgestell und zündeten sie an. Unter dem lauten Wehklagen der Trauernden ging die Fasnet in Flammen auf. Es erklang „Ihr Kinderlein, kommet“ – in Moll und sehr getragen. ing / Bild: Mozer

17.02.2010 - 08:30 Uhr

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