per eMail empfehlen


   

Geschäftsideen im Gepäck

Viel Austausch auf der ersten Gründermesse Neckar-Alb

Mit einer einer pfiffigen Geschäftsidee im Gepäck und vielen Fragen war man am Freitag in der Stadthalle an der richtigen Adresse: Junge Firmen sowie Experten und Berater informierten auf der gut besuchten ersten Gründermesse Neckar-Alb über die Existenzgründung.

Anzeige


Siri Gögelmann

Reutlingen. Am vergangenen Freitag hat es in der Reutlinger Stadthalle nur so von kreativen Ideen und Berufsperspektiven gesprudelt. Nach sieben Jahren Existenzgründungstag im Reutlinger Rathaus, seien sie jetzt, mit der ersten Gründermesse Neckar-Alb „in die Vollen gegangen“ so der Finanz- und Wirtschaftsbürgermeister der Stadt Reutlingen Peter Rist in seiner Begrüßungsrede.

In der ersten Gründermesse Neckar-Alb war Musik drin. Nicht nur, aber vor allem am Stand des ... In der ersten Gründermesse Neckar-Alb war Musik drin. Nicht nur, aber vor allem am Stand des Reutlinger Kontrabassbauers Derek High.Bild: Haas

An zahlreichen Ständen konnten sich Gründungsinteressierte mit Informationsmaterialien und Broschüren eindecken oder bei Experten und beratenden Institutionen die ein oder andere Antwort auf ihre Frage finden. Wie ein Businessplan aussieht und was man bei der Namensfindung für das eigene Unternehmen beachten muss, wollten die Besucher/innen unter anderem von den Fachleuten wissen.

Und dann stellten sie natürlich die Frage der Fragen: Ist meine Idee eine richtige Idee und kann ich damit Geld verdienen? Zwar gebe es keine Top oder Flop Ideen, erklärte Bianca Schütz, Unternehmensberaterin der Handwerkskammer. Man erkenne jedoch immer schnell, „ob die Leute für etwas brennen oder die Idee nur eine Notlösung ist“.

Wer mit einem konkreten Plan zur Existenzgründung kam, konnte den eigenen Businessplan in einem dreißigminütigen Gespräch mit den Beratern der Kreissparkasse Reutlingen checken lassen. Gründungsinteressierte, die mit ihrer Idee noch ganz am Anfang der Existenzgründung stehen, konnten sich auch von anderen Gründern und deren Erfolgsgeschichten inspirieren lassen.

Im Gespräch mit den Mitarbeiter(inne)n junger Unternehmen aus der Region wurden wertvolle Erfahrungen und Kontakte ausgetauscht. Von der Stil- und Imageberatung über das Wertstoffmanagement bis hin zur Reutlinger Essig-Manufaktur – um die 50 Firmen aus der Region sind auf der Gründermesse vertreten. Sie erzählten von ihrem Weg in die Selbstständigkeit: von der Entstehung ihrer Idee, den Wegen, die sie gegangen sind und den aus ihrer Sicht besten Beratungsangeboten. Auch die Mitarbeiter des Rottenburger Unternehmens W&W Modern Media, das seit August 2012 ein Fotostudio in Pfullingen betreibt, teilten auf der Gründermesse ihre Erfahrungen.

Oliver Adam von Nachtparadies freute sich besonders über den Austausch: „Ich bin die ganzen Wege mit Existenzgründerwerkstatt und so ja schon gegangen.“ Der junge Unternehmer versorgt seit Juni 2012 Nachtschwärmer bis vier Uhr morgens nicht nur mit Wodka, Wein und Wulle, sondern auch mit Klopapier und Glühbirnen.

In Workshops wurde interessierten Besucher/innen Tipps zur erfolgreichen Gründung gegeben. Experten wiesen bei Vorträgen auf wichtige rechtliche, steuerliche und Versicherungs-Aspekte hin, die bei Unternehmensgründung beachtet werden sollten. Oliver Förster vom Zentrum für Existenzgründung und Unternehmensentwicklung gab seinem Publikum Checklisten mit auf den Weg.

Beim Knigge-Workshop für Business-Etikette erklärte Andrea Gündera von der „Typwerkstatt“, das korrekte Verhalten beim Geschäftsessen und Florian Wiest vom Reutlinger Zukunftslabor „Create“ stellte die Geschichte der Entwicklung eines Produkts vor. Veranstaltet wurde die gut besuchte Messe von den Wirtschaftsförderungen mehrerer Städte der Region, der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer Reutlingen.

Beratungsmöglichkeiten für Gründungsinteressierte
Beratungsangebote und nützliche Informationen zur Existenzgründung erhalten Interessierte unter anderem bei der Agentur für Arbeit, der Handwerkskammer Reutlingen und der Industrie- und Handelskammer Reutlingen.
Student/innen können sich mit ihren Fragen auch an die IHK Campus Start Up wenden. Ein spezielles Angebot für Frauen bietet die Kontaktstelle Frau und Beruf der Volkshochschule Reutlingen.


04.03.2013 - 08:30 Uhr

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Bildergalerien und Videos

Die drei Lieblingsorte der Kirchentellinsfurter Bürgermeisterkandidaten: Bernd Haug

Die drei Lieblingsorte der Bürgermeisterkandidaten: Petra Kriegeskorte

TV Derendingen schlägt SV03 Tübingen 4:1 Millipay Micropayment

Ammerbucher Fliegerfest 2014

Stadtfest in Mössingen: Erst feucht, dann fröhlich

Horst Raichle, Bürgermeisterkandidat Kirchentellinsfurt

Trailer zum Poltringer Fliegerfest 2014

SV Seebronn schlägt SV Hailfingen 5:1 Millipay Micropayment

Die Dirndlknacker in Hirrlingen

Walter Tigers präsentieren das neue Team

SSC Tübingen schlägt TSG II mit 5:1 Millipay Micropayment

Toter und Totalschäden: Ein Massencrash zum Üben

Friedrichstraße feiert ihr neues Gesicht

Rallye von Rottenburg in den Orient

Die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Kirchentellinsfurt | Christine Falkenberg

Adebar ist wieder da: Störche sammeln sich im Kreis

Kreisliga A: Altingen schlägt Lustnau 3:2 Millipay Micropayment

Beachparty in Oberndorf: Bei 15 Grad in den Heuballen-Pool

Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Anzeige


Die Woche im Rückklick
Ein Versuchsaffe hat sich den Schädel blutig gekratzt.Bild: Soko Tierschutz/BUAV

Wissen, was war

Die Woche vom 6. bis 12. September: Betreuerin stürzt am Lichtenstein in den Tod, Mann vergeht sich an Stute, Kritik an Affenversuchen

Aktive Singles auf
date-click
Anzeige


Zeitzeugnisse
Anton Schäfle in Uniform. Das Bild entstand Anfang Februar 1917.

„Ich habe nämlich erbärmlich Hunger“

Der 18-jährige Musketier Anton Schäfle hat seinen Eltern seit seiner Ausbildung zum Soldaten im November 1916 bis zu seinem Fronteinsatz im Juni 1917 Briefe und Feldpostkarten geschickt. Die Wannweilerin Claudia Treutlein hat die Texte entziffert, fehlende Informationen recherchiert, alles dem TAGBLATT für die Veröffentlichung überlassen. Briefe und Karten sind ein Zeugnis des Hungers, den die Soldaten im Ersten Weltkrieg an der Front erleiden mussten. Nicht nur deshalb konnte sich Anton Schäfle für den Ersten Weltkrieg nicht begeistern; der Hof daheim war ihm viel wichtiger.

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion