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Drehender Wind verursacht widrige Testbedingungen

Rund 470 Einsatzkräfte aus dem Kreis Reutlingen übten den Unfall-Ernstfall

Pfullingen. Rauch, Schreie und Rumoren. Was da aus dem Südportal des Ursulaberg-Tunnels drang, jagte Schauer über den Rücken. Am Samstag war die Röhre der Bundesstraße 312 unter Pfullingen dicht.

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Ein 200-Mann-Aufgebot der Feuerwehren von Pfullingen, Reutlingen, Eningen, Lichtenstein und der Bosch-Werkswehr bezog Stellung an den Portalen des Tunnels sowie den Notausstiegen Schützenstraße und Elisenweg. Das Technische Hilfswerk rückte mit 40, das Rote Kreuz mit 200 Helfern an – gut 60 von ihnen als Opfer-Mimen. Denn alles war nur eine Übung, die alle vier Jahre stattfinden muss.

Artikelbild: Rund 470 Einsatzkräfte aus dem Kreis Reutlingen übten den Unfall-Ernstfall

Das Szenario: Im Tunnel kollidierten ein Bus und ein LKW. Es folgten Auffahrunfälle, dichter Rauch, Verletzte und Brände. Die Feuerwehrleute rückten durch die Notausgänge und das Nordportal vor, da es aus dem Südportal qualmte.

So zumindest der Plan. Doch die Leitstelle am Nordportal musste improvisieren: Der Wind drehte, der Rauch blies aus dem Nordportal. „Die Kräfte hatten mit vielen Problemen zu kämpfen“, sagte der Reutlinger Kommandant Harald Herrmann. Zu früh für ein Fazit: „Wir müssen erst die Erkenntnisse der Beobachter auswerten.“

Die Rotkreuzler am Südportal und der Verletztensammelstelle am Pfullinger Bauhof halfen routiniert. Die größere Herausforderung für sie war die Koordination durch die medizinische Einsatzleitung. „Wir üben den Aufbau der Struktur, denn das ist nicht unsere tägliche Arbeit“, sagte Markus Metzger, stellvertretender Rettungsdienst-Leiter im Kreis. Trotz aller Widrigkeiten: Am Ende retteten und versorgten die Helfer alle Opfer-Darsteller, (fiktive) Tote gab es nicht.

Dafür brannte es danach richtig im Tunnel – nicht als Übung, sondern als Test, ob die Sicherheitstechnik in der Röhre funktioniert. So war noch bin in den Abend hinein der Tunnel gesperrt. zie / Bild: Haas

26.04.2010 - 08:30 Uhr | geändert: 26.04.2010 - 12:05 Uhr

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