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Mehr Stellen für Fahnder

Finanzminister Nils Schmid will die Steuerverwaltung stärken

Der Stuttgarter Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) hat sechs angehende Steuerfahnder und Betriebsprüfer im Reutlinger Finanzamt begrüßt. Die Landesregierung will in der Steuerverwaltung hunderte neue Stellen schaffen.

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Matthias Reichert

Reutlingen. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Steuergerechtigkeit“, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD), als er dieser Tage die neuen Auszubildenden im Reutlinger Finanzamt begrüßte. Sechs von 21 angehenden Steuerberatern im Land haben Anfang des Jahres ihre Ausbildung in Reutlingen begonnen – so viele wie in keinem anderen Finanzamt im Land.

Steuerhinterziehung sei „ein Schlag ins Gesicht der gerechten Steuerbürger“, erklärte der Minister. Deshalb trete er auch für die konsequente strafrechtliche Verfolgung ein. Die konservativen Vorgänger-Regierungen hätten hingegen sei zehn Jahren in der Finanzverwaltung Personal eingespart und die „Steuerverwaltung nachhaltig geschwächt“, kritisierte der Minister. So seien auch die Außendienste gemessen an der Bevölkerungszahl schwächer als in anderen Bundesländern ausgestattet. Bis zum Ende der Legislaturperiode wolle Grün-Rot nun 500 zusätzliche Stellen sowie 500 neue Ausbildungsplätze in der Steuerverwaltung schaffen – vor allem im Außendienst, also bei Steuerprüfungen und Fahndung.

Im Reutlinger Finanzamt gibt es 34 Stellen für Steuerfahnder. 2012 erbrachten diese dem Fiskus 26,5 Millionen Euro Mehreinnahmen. Sie bearbeiteten 231 Fälle und leiteten 189 Strafverfahren ein. Für Betriebsprüfungen hat das Reutlinger Finanzamt 61 Vollzeitstellen. Sechs Nachwuchsprüfer haben jetzt mit der Ausbildung begonnen. Im Jahr 2012 sorgten die Betriebsprüfer für 49 Millionen Euro Mehreinnahmen; sie prüften dabei 710 Fälle.

26.02.2013 - 07:30 Uhr | geändert: 26.02.2013 - 07:54 Uhr

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