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Saturn ist im Anflug

Elektromarkt will an die Obere Wässere

Der Plan des Projektentwicklers Willi Schöller in der „Oberen Wässere“ den Elektromarkt Saturn anzusiedeln, wird immer konkreter. Der Gemeinderat hat eine entsprechende Bebauungsplanänderung eingeleitet.

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Zwischen Obere Wässere, See- und Albstraße soll ein Saturn-Markt angesiedelt werden. Die ... Zwischen Obere Wässere, See- und Albstraße soll ein Saturn-Markt angesiedelt werden. Die schwierige verkehrliche Anbindung sorgte im Rat für Diskussionen.

Reutlingen. Der Gemeinderat befasste sich in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, das Bebauungsplanverfahren „Kernstadterweiterung Süd“ als „Vorhabenbezogenes“ Bebauungsplan weiterzuführen. Den Elektromarkt in so zentraler Lage anzusiedeln, betonte Baubürgermeisterin Ulrike Hotz, sei eine direkte Umsetzung des Städte- und Märktekonzeptes.

Wegen der schwierigen verkehrlichen Anbindung hatte das Projekt zuvor mehrere Runden im Bauausschuss gedreht. Doch letztlich argumentierten im Gemeinderat außer den Grünen und Unabhängigen und der neu formierten Fraktion Reutlingen – sozial & ökonomisch (RSÖ) alle für den Elektromarkt. Auch er habe Bauchweh gehabt, betonte FDP-Stadtrat Julius Vohrer, aber: „Wir wollen den Fachmarkt in der Stadt halten.“

Ganz anders sah das Marcellus Kollompar (Grüne). Die Fläche liege nicht nur in einem „sensiblen Verkehrsgebiet“, bei der Begutachtung habe man auch die Haltestelle der Stadtbahn vollkommen vergessen. Komme der Elektromarkt, so seine feste Überzeugung, dann werde „die Stadtbahn über die Maßen behindert.“

Während Edeltraud Stiedl gegen die „negative Stimmung“ wetterte („Wir sagen Ja zur Oberen Wässere“), teilte Thomas Ziegler (RSÖ) die Bedenken der Grünen. Das Projekt habe gleich mehrere „Achillesfersen“. Er kritisierte vor allem die komplizierte Warenausgabe. Jeder Kunde, der ein größeres Gerät einkaufe, müsse aus dem Parkhaus der Obere Wässere Straße ausfahren, um über die See- und die Albstraße an die Rampe zu gelangen.

Das sei völlig unpraktikabel. „Die meisten großen Geräte werden geliefert“, widersprach Ulrike Hotz, so dass die Selbstabholung gar nicht großartig in Anspruch genommen werde. „Wir haben ein verflixt dickes Brett gebohrt“, warb sie um Zustimmung für die erneute öffentliche Auslegung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes. Einer Bitte, der dann auch die große Mehrheit im Rat nachkam. Die sieben Räte der Grünen und der RSÖ stimmte konsequenterweise dagegen.

uk

08.12.2011 - 08:00 Uhr | geändert: 08.12.2011 - 08:21 Uhr

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