[X]
 Diesen Artikel versenden   


   

Zwischen Partys und Privatem

Bunny & the Playboys unter den 15 besten Partybands Deutschlands

Castingformate liegen voll im Trend – und momentan sucht Deutschland, respektive der Privatsender „Kabel Eins“, die beste Partyband der Republik. Mit dabei ist die Reutlinger Gruppe Bunny & the Playboys.

Katharina Mayer
Sind Tanja Lang, Revin Shangula, Markus Sosnowski, Andreas Meißner und Niclas Schmied (von links) ... Sind Tanja Lang, Revin Shangula, Markus Sosnowski, Andreas Meißner und Niclas Schmied (von links) eine gute Partyband? Das Fernsehen will’s wissen. Agenturbild

Reutlingen. Eigentlich ist die Suche nach „Deutschlands bester Partyband“ ja keine Castingshow – zumindest nach der Formatbeschreibung des Senders nicht. Nein, es ist ein „Bandwettbewerb“. Über 1000 Combos haben daran teilgenommen, wie der Keyboarder von Bunny & the Playboys Markus Sosnowski weiß.

Und zumindest unter die besten 15 haben es die Reutlinger gebracht. Mehr darf noch nicht verraten werden, verlangt ein Vertrag zwischen Band und Sender. Wer auf Stadtfesten, Hochzeiten und Geburtstagsfeiern genug Erfahrung gesammelt hat, um Publikum und Jury zu überzeugen, dem winkt neben einem Preisgeld ein Auftritt mit der in Auflösung begriffenen Rockband The Scorpions in Hannover. Bevor es allerdings so weit kommt, müssen auch noch „Reality-Checks“ bestanden werden, beispielsweise auf Messen oder Après-Ski-Parties.

Die fünfköpfige Reutlinger Band hat sich, wie Sosnowski sagt, nicht aus eigenem Antrieb auf den Casting-Weg gemacht. Es kam ein Anruf der Produktionsfirma, die auf der Suche nach passenden Musikern war. Da erst haben die Reutlinger die Show „bewusst wahrgenommen“. Und sich erst nach bandinternen Diskussionen über „‚Deutschland sucht den Superstar‘ und solche Formate“ darauf geeinigt, teilzunehmen: Man sei ja „schon ein bisschen vorgeprägt durch die heutige Castingwelt“, und die Unsicherheit, „dass man da nachher so einen Bohlen da sitzen hat“ sei groß.

Diese Bedenken allerdings hätten sich im Laufe des Verfahrens zerstreut. Bereits im Vorfeld der Show gab es Telefon-Interviews, in denen die Teilnehmer „ein bisschen abgeklopft“ wurden. Schließlich ist es Standard derartiger Formate, dass nicht nur die Musik, sondern auch das Privatleben der Teilnehmer in den Fokus der Öffentlichkeit gerät. „Das war bei uns auch das Thema. Was sagen wir?“, beschreibt der Keyboarder das Dilemma rund um die Frage, „wie weit man die Kamera in sein Leben blicken lässt“.

Klar hätte es Bedenken gegeben, dass Privates nachher zur Profilierung der Jury dient. Aber „dieses Risiko mussten wir eingehen“. Und trotzdem: „Die Leute vom Sender waren supernett, zu jeder Band“, sagt der 28-Jährige. „Wir haben uns sehr wohlgefühlt, es war ein Riesenabenteuer“, meint er.

Unter einem Vorbehalt allerdings: Erst bei der Ausstrahlung sei klar, ob „die uns noch einen Strick daraus drehen“. Anders als bei anderen Casting-Formaten stand nach Markus Sosnowskis Überzeugung bei „Deutschlands beste Partyband“ eher die Musik im Vordergrund. „Die wollen zeigen, welches Niveau die Hobbymusiker haben, die überall auf Stadtfesten oder auf Hochzeiten spielen. Dieses Unter-einen-Hut-bringen von Beruf und Musik, diese Leidenschaft.“

Und die ist wohl tatsächlich nötig. Zum ersten Dreh nach München kamen Bunny & the Playboys nach einem Auftritt und einer durchgefahrenen Nacht. Laut Sosnowski war das „eine besonders harte Erfahrung“. Und trotzdem: „Wann kriegt man schon mal die Chance, so was mitzuerleben?!“

Durch ihre Teilnahme erhofft sich die Band, die über den letzten Sommer rund 30 Auftritte spielte, nicht zuletzt einen Popularitätsgewinn. In der Frühphase der 2004 gegründeten Gruppe habe man sich „alles erarbeiten müssen“ und teilweise vor sitzendem Publikum gespielt. Jetzt machten sie „Riesenschritte und es hat eine Dimension, mit der wir niemals gerechnet hätten“. Daher hofft Sosnowski, dass sich der Schritt ins Fernsehen auszahlt. Zwar „nicht im Sinne von finanziell lukrativ“, sondern hinsichtlich eines „begeisterungsfähigen Publikums“.

Info

Die Sendung „Deutschlands beste Partyband“ läuft auf „Kabel Eins“ ab 11. April, sonntags um 20.15 Uhr.

08.04.2010 - 08:30 Uhr | geändert: 08.04.2010 - 08:36 Uhr
Nachrichten aus ...
Regionalkarte, Klicken Sie die Ortschaft fuer Nachrichten aus dieser Region Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfhaeslach Ammerbuch T�bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Anzeige


Anzeige


Gedruckt

Am Freitag im TAGBLATT

  • Wissenschaftler der Universitäten in Tübingen und Mainz haben sie einen Bluttest entwickelt, der Gendoping bei Sportlern zuverlässig nachweisen lässt. Auch nach längerer Zeit noch.
  • Weniger neue Lehrverträge: Doch laut Arbeitsagentur-Chef Ulrich Häfele hat sich der Markt entspannt.
  • Tübinger Molkerei firmiert in Zukunft unter dem Namen TüBio.
Aktuelle Serviceseiten
  • Aktives Alter
  • Ärztetafel
  • Internet
  • Service
  • Hof und Garten
Ihr Kontakt zur Redaktion

Single des Tages