per eMail empfehlen


   

Keine Insellösung

Wannweiler Gemeinderat billigt Stromkonzessionsvertrag einstimmig

Einstimmig hat der Wannweiler Gemeinderat den neuen Stromkonzessionsvertrag mit der Kraftwerk Reutlingen-Kirchentellinsfurt AG gebilligt. Nach Einschätzung der Bürgermeisterin Anette Rösch enthält er deutliche Verbesserungen.

Anzeige


Fred Keicher

Wannweil. Neben der Kraftwerk Reutlingen-Kirchentellinsfurt AG (KRK), einer 80-Prozent-Tochter der Reutlinger Fair-Energie) hatte sich auch die EnBW nach der Ausschreibung vor zwei Jahren beworben. Nachdem allerdings die KRK im Januar dieses Jahres einen „verbesserten“ Vertrag vorgeschlagen hatte, zog die EnBW im April ihre Bewerbung zurück. Sie begründete ihren Schritt, mit einem „voraussichtlich sehr hohen, akuten Investitionsbedarf“.

Die Verbesserungen sieht Rösch vor allem in folgenden Punkten: Die KRK zahlt Verwaltungskostenbeiträge, sie unterstützt die Gemeinde bei der Erstellung eines örtlichen Konzeptes zur rationellen und umweltgerechten Deckung des Energiebedarfs und wird dazu beitragen, den Energieverbrauch vor Ort zu reduzieren. Die Kosten, die durch die Änderung der Verteilungsanlagen entstehen, trägt weitgehend die KRK. Die Gemeinde hat ein Sonderkündigungsrecht nach zehn Jahren des auf zwanzig Jahre Laufzeit geschlossenen Vertrags. Dazu kommt die Konzessionsabgabe, 2011 betrug sie 116 000 Euro.

Wettbewerb macht

Geschäft nicht einfacher

Was denn konkret verbessert würde, wollte Erich Hermann (CDU) wissen, vor allem bei der Energieberatung. „Wir machen schon viel beim Energiesparen“, sagte der KRK- und Fair-Energie-Geschäftsführer Klaus Saiger. „Wir sind in der Vergangenheit gut beraten worden“, bestätigte Rösch.

„Wenn von außen nichts mehr reinkommt, kann das ersetzt werden durch unsere eigene Erzeugung oder bricht alles zusammen?“, wollte Manfred Wolfer (FWV) wissen. Der Blackout in München war gerade passiert. Saiger dämpfte die Hoffnung auf ein Patentrezept: „Wenn das Netz von außen zusammenbricht, können sie das nicht einfach wieder aufbauen.“ Eine Insellösung für Wannweil bräuchte umfangreiche technische Vorbereitungen. Bis sie aber im Notfall aktiviert werden könnte, sei die Versorgung von außen wieder aufgebaut: „Wir haben sehr stabile Energieversorger.“

Nach den Energiekosten und dem Wettbewerb fragte Uwe Komanschek. „Wettbewerb belebt das Geschäft, macht es aber nicht einfacher“, antwortete ihm Saiger. Tatsächlich sinke der Strompreis für die Produzenten. Was steige, seien Steuern und Abgaben. Die betragen etwa 50 Prozent des Preises, den die Verbraucher zahlen. „Da liegen wir hinterm Benzin und vor dem Diesel.“

28.11.2012 - 08:30 Uhr

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Bildergalerien und Videos

Küken schlüpfen im Museum

Kiebingen: Fliegende Eier im und neben dem Korb

Der Mittelaltermarkt auf dem Thiepvalgelände

Die Welt der Alraune Siebert

Das neue Glockenspiel der Stiftskirche

Stiftskirchenorganist Braun stellt das Glockenspiel vor

Verbraucherminister Bonde in der UDO-Großküche

Abtauchen im Uhlandbad: Gäste unter Wasser

Bodelshausen spielt gegen Poltringen/Pfäffingen 3:3 Millipay Micropayment

Senfit: die Seniorenmesse in Tübingen

104:64 - Tigers wie entfesselt im Abstiegskampf

Guerilla-Merketing mit der Laserkanone

Tübinger Nacht im April 2014

Video-Zusammenfassung: TV Derendingen - SC Freiburg II 1:0 Millipay Micropayment

Wendelsheim unterliegt Hirschau 0:2 Millipay Micropayment

Eine Zinser-Modenschau präsentiert aktuelle Sommertrends

SV Pfrondorf - TSV Hirschau 0:0 Millipay Micropayment

Endlich wieder ein Sieg: Tigers gegen Trier 74:67

Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Anzeige


Die Woche im Rückklick
Die beiden Neuankömmlinge im Glockengebälk: Sie stehen (beziehungsweise hängen) für das ...

Wissen, was war

Die Woche vom 12. bis 17. April: Tübinger tauchen ab, ein verdächtiger Patient und ein Glockenspiel für die Stiftskirche

Aktive Singles auf
date-click
Anzeige


Zeitzeugnisse

Vor 50 Jahren: Kanzler Erhard besuchte Tübingen

Das „Wirtschaftswunder“ der Nachkriegszeit verkörperte Ludwig Erhard wohl wie kein anderer: Der CDU-Mann war wohlgenährt, hatte stets eine Zigarre im Mundwinkel „und eine gesunde Farbe des Erfolgs im Gesicht“, bemerkte der TAGBLATT-Chronist, als Erhard zu seinem ersten – und einzigen – Staatsbesuch nach Tübingen kam. Das war vor 50 Jahren, am 24. Februar 1964.

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion