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Ein Ausnahme-Haushalt

Wannweil verabschiedet Etat 2012 mit 10,7 Millionen Euro Volumen

Dank gestiegener Steuereinnahmen kann Wannweil investieren und Schulden tilgen.

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Matthias Reichert

Wannweil. „2012 gehört, wenn sich die Einnahmen nicht verändern, zu unseren guten Haushalten“, sagte Bürgermeisterin Anette Rösch am Donnerstag im Gemeinderat. Die Zuführungsrate steigt auf eine Million Euro, so kann sich Wannweil die Sanierung der östlichen Jahnstraße für 360 000 Euro leisten. Rösch blieb zurückhaltend: „Mehr denn je hängen wir an den Zuweisungen des Landes und sind so Konjunkturschwankungen ausgesetzt.“ Man müsse weiter sparsam wirtschaften. „So ein Ausnahme-Haushalt darf nicht dazu führen, den relativ eng gesteckten Rahmen zu verlassen.“

Es ist ein guter Haushalt, lobte Bürgermeisterin Anette Rösch den Wannweiler Etat für 2012, den ... Es ist ein guter Haushalt, lobte Bürgermeisterin Anette Rösch den Wannweiler Etat für 2012, den der Gemeinderat am Donnerstag einstimmig verabschiedete. Allerdings sei die Gemeinde mehr denn je von Zuweisungen vom Land abhängig.

40 000 Euro sind als erste Planungsrate fürs neue Feuerwehrhaus eingestellt. Rösch möchte die Planung im Sommer ausschreiben und 2013 mit dem Neubau an der Robert-Bosch-Straße beginnen. Der zweite Abschnitt der Ortskernsanierung wurde nicht ins Landessanierungsprogramm aufgenommen, Rösch kündigte an, fürs 2013 erneut einen Antrag zu stellen. 123 000 Euro sind als außerordentliche Schuldentilgung eingeplant, so sinken die Schulden zum Jahresende auf voraussichtlich 205 000 Euro, knapp 40 Euro pro Kopf. Die Rücklage sinkt um 350 000 Euro auf 2,67 Millionen. Rösch: „Hoffen wir, dass die gute Konjunktur anhält. Wir können weiter nur auf Sicht fahren.“

Vom Land erhält die Gemeinde zusätzliche 250 000 Euro für die Kinderbetreuung. Das veranlasste CDU-Sprecher Erich Herrmann, laut über Möglichkeiten zur Gebührenreduzierung in den Kindergärten nachzudenken. „Für 2014/15 kann und muss man das diskutieren. Ich sage aber nicht, dass schon eine Möglichkeit besteht.“ Die CDU habe diesmal von Spar-Anträgen abgesehen. „Es war an der Zeit, das eine oder andere zu erledigen.“ Herrmann zur Ortskernsanierung: „Wir sollten die Zeit nutzen, erneut über den Zuschnitt des Gebiets zu reden.“

Helmut Bader (FL) lobte die Schuldenreduzierung: „Man darf da nicht nachlassen.“ Gerlinde Münch (ALW) verlangte mehr öffentliche Debatten im Rat. „Nur so können wir Vertrauen schaffen und erreichen, dass sich die Bürger beteiligen.“ Der Haushalt gebe „Zukunftsimpulse trotz sparsamer Ausrichtung“, lobte Münch. Manfred Wolfer (FWV) sagte: „Die finanzielle Situation der Gemeinde ist vorzeigbar, wir können insgesamt zufrieden sein.“ Auch Theresia Mann (SPD) sprach von einem „sehr erfreulichen Haushalt“. Im Vergleich mit anderen Gemeinden „sind wir supergut dran“. Mann erklärte: „Wir möchten in die Zukunft schauen und nicht immer nur den Sparstrumpf aufhängen.“

Herrmann und Bader hatten die gestiegenen Personalkosten moniert. Bürgermeisterin Rösch verwies auf zusätzliche Gruppen in der Kinderbetreuung. Und „wir bekommen auch mehr Zuweisungen“. 5,5 Stellen habe die Verwaltung eingespart, davon drei im Bauhof. Es habe weniger Beförderungen gegeben. Auch sei die Verwaltung an Tariferhöhungen gebunden. Rösch sagte: „Ich halte es nicht für seriös, dass man immer auf dem Thema rumreitet.“ Der Rat beschloss den Haushalt einstimmig.

17.03.2012 - 08:30 Uhr

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